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Stemmen gegen Alzheimer

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Gewichte heben macht schlau und senkt das Alzheimer-Risiko. (Pexels.com)

"So ein Muskelprotz - der hat doch nichts im Hirn!“ ist ein häufiges Klischee, dem sich durchtrainierte Menschen stellen müssen. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall, wie amerikanische Forscher bestätigen.

Wer mindestens 3-mal pro Woche Gewichtstraining absolviert, kann nicht nur gesunde Muskelmasse aufbauen, sondern sogar sein Alzheimerrisiko reduzieren. Grund dafür ist, dass beim Training das Protein BDNF im Gehirn vermehrt ausgeschüttet wird. Dieser Eiweißbaustoff fördert den Aufbau und die Regeneration von Nervenzellen und verstärkt vor allem das Kurz- und Langzeitgedächtnis.

BDNF nicht nur gegen Alzheimer wirksam

Dies wies ein Forscherteam nach, indem sie 7 gesunde Männer 3 Monate lang regelmäßig Gewichtstraining betrieben ließen. Die Kontrollgruppe musste in dieser Zeit keinen Sport machen. Vor, während, und nach dem Experiment wurden immer wieder Blutproben entnommen, um die Menge des BDNF zu messen. Bei der sportlichen Gruppe war die Konzentration des gedächtnisfördernden Proteins im Blut generell höher, wobei während dem Gewichtstraining selbst ein besonders starker Anstieg zu verzeichnen war. Eine Kontrollexperiment mit Mäusen bestätigte dieses Ergebnis.

 

Gewichtstraining wirkt jedoch nicht nur durch die vermehrte BDNF-Ausschüttung einer möglichen Alzheimererkrankung entgegen. Denn durch regelmäßigen (Kraft-)Sport kann auch starkem Übergewicht entgegen gewirkt werden, das ebenfalls als Risikofaktor für Demenzerkrankungen gilt.

 

Doch den eigenen BDNF-Wert zu steigern, hilft nicht nur bei der Demenz-Prävention. Die Wissenschafter der Studien betonen auch, dass ein niedriger Wert auch mit Depression und Typ-2-Diabetes in Verbindung steht. Wer also regelmäßig zu  Gewichten greift, wird nicht nur fitter und schlauer, sondern tut auch etwas für seine körperliche und psychische Gesundheit.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Julia Wild


ERSTELLUNGSDATUM


03.10.2014

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