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Verändert Sport unsere Gene?

DNA-Strang
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Trotz intensiver Forschung voller Rätsel: Die menschliche DNA. Können wir sie mit Sport beeinflussen? (Pexels.com)

Sport ist gesund, hilft gegen Übergewicht und verlängert das Leben. Nun zeigen neue Erkenntnisse, dass regelmäßige Bewegung unsere Gene nachhaltig beeinflusst.

Regelmäßiges Training wirkt auf unser Erbgut, und zwar genauer auf die sogenannten epigenetischen Regulationsmechanismen. Gene können durch Sport an- und abgeschaltet werden sowie die "Gesundheit" der DNA gefördert werden. Das bedeutet, dass nicht nur das Erbgut zählt, welches jeder Mensch von seinen Vorfahren mitbekommt, sondern dass auch die jeweilige Lebensweise darauf Einfluss hat, in welchem Zustand die Gene an die nächste Generation weitergegeben werden.

 

Vor allem in Zusammenhang mit dem Alterungsprozess, der Regeneration von Muskeln und Skelett und der Entstehungsweise von Diabetes wirkt Sport positiv. Kurzum: Bis zu einem gewissen Grad können wir mit Bewegung unsere Gesundheit und die unserer Kinder mitbeeinflussen.

Sport wirkt langfristig

Schwimmen, Laufen, Yoga oder Radfahren vermögen - regelmäßig durchgeführt - bestimmte Abwehrmechanismen im Körper zu aktivieren. Das betrifft nicht nur eine Stärkung des Immunsystems, um z.B. einer Erkältung zu trotzen, sondern die Vermeidung von Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Bluthochdruck) oder Diabetes.

 

Es gibt Hinweise darauf, dass Sport Chromosomenschäden ausgleichen und die DNA stabil halten kann. Möglicherweise haben folglich Babys von sportlichen Eltern und dank guter Gene dann ein geringeres Risiko an chronischen Krankheiten wie z.B. Diabetes zu erkranken.

Das Rätsel der Gene

Die Forschung zur Epigenetik und deren Einfluss auf unsere Gesundheit steckt noch in den Kinderschuhen. Untersucht wurden bisher z.B. Muskelproben von Triathleten anhand einer Muskelbiopsie, im Blutbild sind genetische Prozesse nämlich nicht ablesbar. Diese Untersuchung stellt einen großen Eingriff dar, die Datengewinnung ist nicht so einfach.

 

Inwiefern sich die neuen Erkenntnisse in der Medizin anwenden lassen ist noch ungewiss. Heutzutage können Gene zwar entschlüsselt, aber nicht kontrolliert, z.B. durch Medikamente beeinflusst oder verändert werden. Eine gute Nachricht ist es allemal, dass der Mensch die Gesundheit seiner Gene selbst fördern kann, und sei es durch simples wöchentliches Joggen.

AUTOR


Mag. Julia Wild
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


18.09.2014
QUELLEN
Pressefrühstück: Leistungssteigerung durch richtige Ernährung?, am 17.09.2014 in Wien

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