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5 ungewöhnliche Krankheiten, die irgendwie absurd sind

Frau stinkt wegen Fischgeruch-Syndrom
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Das Schicksal von Menschen mit Fischgeruch-Syndrom: Zu riechen wie Fisch. (Dragon Images / Shutterstock.com)

Eine Grippe hat doch jeder: Diese 5 Krankheiten sind nicht nur äußerst selten, sondern auch ziemlich kurios.

Lustige Krankheiten gibt es allein schon per Definition nicht. Egal wie harmlos eine Kondition klingen mag, kann sie unter bestimmten Umständen die Lebensqualität stark einschränken. Schmunzeln ist daher fehl am Platz, überraschtes Staunen kann man angesichts dieser Absurditäten aber wohl kaum unterdrücken. Das sind 5 der verrücktesten seltenen Krankheiten:

1. Trimethylaminurie: Riechen wie ein Fisch

Aufgrund fehlender Enzyme können Betroffene des sogenannten "Fischgeruch-Syndroms" das Stoffwechselprodukt Trimethylamin nicht korrekt verarbeiten. Die Folge: Über Atem, Schweiß und Urin sondert der Körper einen unangenehmen, fischähnlichen Geruch ab. Heilbar ist die noch recht unerforschte Trimethylaminurie bislang nicht. Betroffene versuchen, jene Inhaltsstoffe zu umgehen, die im Körper zu Trimethylamin umgewandelt werden. Sinnvoll ist daher ein Verzicht auf unter anderem Eigelb, Innereien und Fisch.

2. Werner-Syndrom: Älter aussehen als man ist

Das zum Glück sehr seltene Werner-Syndrom, auch Progeria adultorum genannt, äußert sich meist Anfang 30 durch erste Symptome. Betroffene altern plötzlich wesentlich schneller, was sich äußerlich anhand frühzeitiger Faltenbildung und grau werdender Haare beobachten lässt. Auch die Muskeln sowie die geistige Leistungsfähigkeit bilden sich rapide zurück. Die meisten Betroffenen sterben noch vor ihrem 50. Geburtstag.

3. Fremdsprachen-Akzent-Syndrom: Plötzlich anders sprechen

Bei einem Schlaganfall oder einer anderen neurologischen Verletzung wird manchmal auch das Sprachzentrum in Mitleidenschaft gezogen. In sehr seltenen Fällen äußert sich dies in Form des Fremdsprachen-Akzent-Syndroms. Menschen haben in ihrer eigentlichen Muttersprache plötzlich einen dicken Akzent. Was eher harmlos klingen mag, sorgt bei Betroffenen nicht selten für eine tiefe Identitätskrise.

4. Eigenbrauer-Syndrom: Betrunken ohne Alkohol

Ein kleiner Schwips könnte manchmal eine willkommene Abwechslung sein, wäre da nicht der fürchterliche Kater am Tag danach. Noch schlimmer: Beim seltenen Eigenbrauer-Syndrom, im Englischen als Auto-Brewery Syndrome bekannt, produziert der Darm nach kohlenhydratreichen Speisen ganz von selbst Alkohol. Ohne über den Durst getrunken zu haben, fühlen sich die Betroffenen dann leicht beschwipst. Wird das Syndrom diagnostiziert, ist ihm mittels einer Ernährungsumstellung meistens gut beizukommen.

5. Alien-Hand-Syndrom: Wenn die Hand macht was sie will

1908 erstmals beschrieben, hat sich erst in den 70er-Jahren die Bezeichnung Alien-Hand-Syndrom für eines der ungewöhnlichsten neurologischen Phänomene etabliert. Der Betroffene hat aufgrund einer Gehirnschädigung mittelfristig oder dauerhaft kaum bis gar keine Kontrolle über eine seiner Hände. Die Alien-Hand tut gewissermaßen, was sie will und behindert dadurch den Alltag. In Extremfällen versucht sie sogar, ihren Besitzer zu erwürgen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


18.07.2019

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