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Social Media als Auslöser von Magersucht?

Frau macht beim Waldspaziergang ein Selfie
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Selfies auf Instagram zu posten und auf Likes zu hoffen, kann eine gefährliche Dynamik entwickeln. (Pexels.com)

Insbesondere junge Menschen neigen zur Selbstinszenierung in sozialen Netzwerken. Aus Sicht von Experten kommt es dabei zu einem Prozess, der die Entwicklung von Essstörungen fördert.

Seien es Follower auf Instagram, Likes auf Facebook oder Retweets auf Twitter - In den sozialen Netzwerken werden Beiträge von anderen Benutzern mit digitaler Aufmerksamkeit belohnt. Daraus resultiert eine immer intensiver werdende Selbstinszenierung, die insbesondere bei Jugendlichen bereits seit einigen Jahren zu beobachten ist. Immer mehr junge Menschen schaffen es sogar, mit Selfies oder einfachen Modefotografien zu beachtlicher Internet-Berühmtheit zu gelangen.

Unrealistisches Schönheitsideal

Wenn Mädchen oder junge Frauen ihre vermeintlich perfekte Bikini-Figur auf Instagram präsentieren, trügt aber nicht selten der Schein. Denn die nachträgliche Bildbearbeitung via Photoshop oder einfachen Smartphone-Apps wird auch im Privatbereich immer häufiger. In der Folge kommt es zu einem Effekt, der der Werbeindustrie schon lange vorgeworfen wird: Unrealistisch schlanke Frauenkörper werden als Schönheitsideal präsentiert, nicht wenige Mädchen entwickeln Essstörungen.

Extreme Maßnahmen

Problematisch kann sich auch die Jagd nach eigener Social Media-Aufmerksamkeit gestalten. Erst im Vorjahr hat die junge Australierin Essena O’Neill beinahe alle Bilder ihres beliebten Instagram-Accounts gelöscht und Mädchen vor der Sucht nach Internet-Ruhm gewarnt. Fotos, auf denen sie lebenslustig ihren Traumkörper präsentiert, wären ihren Angaben zufolge nur durch extreme Maßnahmen wie bewussten Essensverzicht möglich gewesen.

Aufklärung wichtig

Kinder bzw. Jugendliche vor den Inhalten zu schützen scheint heutzutage unmöglich zu sein. Mit zur vermeintlichen Perfektion retuschierten Frauenkörpern werden Menschen in unserer Gesellschaft tagtäglich konfrontiert. Ein sinnvollerer Ansatz ist intensive Aufklärung über die Entstehung solcher Bilder sowie die Unterstützung zum Aufbau eines natürlichen Körper-Selbstbewusstseins.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


11.05.2016

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