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Social Media: Entzugserscheinungen nach einer Woche

Frau schaut aufs Handy, weil sie bei Social Media-Verzicht nach einer Woche Entzugserscheinungen hätte.
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Mehr als nur Zeitvertreib: Ohne soziale Netzwerke den Alltag zu gestalten, fällt vielen von uns schwer. (contrastwerkstatt / Fotolia)

Wie abhängig viele Menschen bereits von den sozialen Netzwerken sind, zeigt eine schockierende neue Studie.

Würden Sie es schaffen, eine Woche lang auf soziale Netzwerke zu verzichten? Insgesamt 152 Personen im Alter von 18 bis 80 Jahren, 70 % davon Frauen, trauten sich im Rahmen einer österreichischen Studie diese Herausforderung zu. Facebook, Instagram, WhatsApp und Co. durften nicht angerührt werden, andere Kommunikationswege wie SMS, E-Mail oder Telefonate waren erlaubt.

Symptome wie beim Suchtmittelentzug

In der Nachbesprechung stellten die Forscher fest, dass die meisten Studienteilnehmer bereits Symptome entwickelt hatten, die man vom Suchtmittelgebrauch kennt. So stieg das Verlangen nach einem Gebrauch der Netzwerke stark an und war selbst nach Ende der Abstinenz noch erhöht. Darüber hinaus berichteten die Probanden von Phasen der Langeweile sowie einem starken sozialen Druck. Sie hatten das Gefühl, Freunde würden den Austausch auf Facebook und Co. erwarten oder sie könnten etwas verpassen.

Viele scheiterten

Die Mehrheit schaffte es außerdem gar nicht, die Woche ohne Rückfall zu überstehen. Fast 60 % der Teilnehmer schauten während des Untersuchungszeitraumes zumindest einmal kurz in den sozialen Medien vorbei. Da alle Probanden freiwillig einem Aufruf folgten, vermuten die Autoren, dass sich vor allem Personen gemeldet haben, die mit dem Verzicht eher zurechtkommen als andere. Bei vielen Menschen dürfte die Abhängigkeit von den sozialen Netzwerken daher noch größer sein als die Studie vermuten lässt.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


14.11.2018

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