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Tücken der Selbstwahrnehmung

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Manche Frauen empfinden sich als schlanker als sie eigentlich sind. (HaywireMedia - Fotolia.com)

Zu dick oder zu dünn? Wir schätzen unser Gewicht oft anders ein, als es uns das Spiegelbild zeigt. Womöglich liegt das an einer verfälschten Selbstwahrnehmung, denn viele empfinden sich dünner als sie sind.

Manchen Leuten kann man noch so oft sagen, wie schön sie sind, trotzdem mäkeln sie dauernd an sich herum. Andere wiederum haben eine vielleicht nicht so beneidenswerte Figur, präsentieren diese aber mit extrem viel Selbstbewusstsein. Wie der eigene Körper wahrgenommen wird, kann von Person zu Person sehr unterschiedlich sein. Eine aktuelle Studie zeigt, dass es vielen Menschen gar nicht leicht fällt, ihre eigene Erscheinungsform realistisch einzuschätzen.

Detaillierte 3D-Modelle

Am Max-Planck-Institut in Deutschland erforschten Wissenschafter die Tücken unserer Selbstwahrnehmung. Mit den exakten Daten - Körpergröße und Gewicht - wurden die Körperformen der Studienteilnehmer als 3D-Modell nachgebildet. Allerdings bauten die Forscher eine Falle ein: sie erstellten zusätzliche Modelle, manche mit etwas mehr, andere mit etwas weniger Gewicht als das Original. Die Teilnehmer mussten in der Folge aus mehreren Modellen erkennen, bei welchem ihre Körperform ihrer Meinung nach richtig eingestellt war.

Im Zweifelsfall dünner

Den meisten Personen fiel es relativ leicht, die richtigen Gewichtseinstellungen zu erkennen. Doch oft gewinnt bei der Betrachtung auch das Wunschdenken die Oberhand: Frauen erkannten sich zum Teil auch in den schlankeren Modellen wieder. Einen besonderen Stellenwert bei der Selbstwahrnehmung spielte die Kleidung. Wurde diese in der Animation durch ein Schachbrettmuster ersetzt, tendierten die Teilnehmer prinzipiell dazu, das schlankere Modell zu wählen.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


11.06.2015

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