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Mit Selbstgesprächen die Emotionen in den Griff bekommen

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Der nächste Gefühlsausbruch könnte sich mit einem Selbstgespräch vermeiden lassen. (drubig-photo - Fotolia.com)

Oft kann es nicht schaden, einfach mal kräftig durchzuatmen. Wer seine Emotionen künftig besser kontrollieren möchte, sollte sich vielleicht selbst in dritter Person ansprechen.

Es gibt Situationen, in denen uns die Gefühle im Griff zu haben scheinen. Gerade wenn uns starke Trauer oder extreme Wut überkommt, ist das nicht immer allzu positiv. Um Emotionen besser kontrollieren zu können, gibt es zahlreiche Ansätze, die aber oftmals eher langfristig helfen sollen. Wer auf komplizierte Entspannungstechniken verzichten und es mal mit einem ganz leichten Trick versuchen möchte, ist bei einer neuen Studie an der US-amerikanischen Michigan State Universität genau richtig.

Mehr Kontrolle

Dort haben Forscher herausgefunden, dass Selbstgespräche in dritter Person helfen können, spontane Emotionen besser zu kontrollieren. Die Studie wurde mittels 2 Experimenten durchgeführt, bei denen die Probanden jeweils in unangenehme Situationen gebracht wurden. Beim ersten Test bekamen sie auf einem Computerbildschirm emotional unangenehme Bilder zu sehen, wie beispielsweise einen Mann, der mit einer Pistole auf den Beobachter zielt.

Was fühlt sie gerade?

Die Teilnehmer wurden dazu aufgefordert, das Gesehene mittels zweier verschiedener Herangehensweisen zu verarbeiten. Zunächst mussten sie sich fragen: "Was fühle ich gerade?", anschließend: "Was fühlt [Name des Teilnehmers] gerade?". Ähnlich sah auch das zweite Experiment aus. Hierbei mussten sich die Probanden an besonders unangenehme persönliche Erfahrungen erinnern und anschließend neuerlich die beiden Verarbeitungsmethoden testen.

Ruhe im Gehirn

Bei beiden Untersuchungen wurde das Gehirn der Teilnehmer untersucht - beim ersten Test mittels Elektroenzephalographie (EEG), beim zweiten mittels Magnetresonanztomographie. Es zeigte sich, dass die Selbstbefragung in dritter Person in jenen Gehirnregionen, die die emotionale Verarbeitung regulieren, für eine Beruhigung sorgte. Der Effekt trat meistens schon innerhalb einer Sekunde ein.

Andere Möglichkeiten

Ob die Technik außerhalb des Labor-Settings tatsächlich funktioniert, müssen noch weitere Untersuchungen zeigen. Alle Probleme lassen sich mit dem kleinen Trick sicherlich nicht lösen. Wenn uns ein unvorhergesehenes Ereignis durcheinanderbringt, kann ein Gefühlsausbruch aber auch recht angenehm sein. Gegen regelmäßige unangenehme emotionale Rückschläge können wir uns unter anderem mit Entspannungstraining und Yoga wappnen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


07.08.2017

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