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Zu viel Schlaf erhöht Schlaganfall-Risiko

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Bei Frauen steigt das Schlaganfall-Risiko durch zu viel Schlaf stärker als bei Männern. (Pixabay.com)

Wer täglich mehr als 8 Stunden schläft, erhöht sein Schlaganfall-Risiko um 46 %. Normalschläfer, die 6-8 Stunden ruhen, genießen einen gewissen Schutz: Sie haben die geringste Wahrscheinlichkeit, kleine "Schlagerl" oder Schlaganfälle zu bekommen.

Zu diesem Ergebnis kam eine Langzeitstudie der University of Cambridge in England. Über 9.000 Briten wurden 10 Jahre lang begleitet und zu ihren Schlafgewohnheiten befragt. Langschläfer hatten deutlich öfters Schlaganfälle, auch bei Kurzschläfern war das Risiko leicht erhöht. Ein dauerhafter Schlafmangel schadet der Gesundheit und kann Diabetes und Alzheimer begünstigen. Scheinbar wirkt nicht nur zu wenig, sondern auch zu viel Schlaf schädlich. "Mehr hilft mehr" trifft bei Schlaf laut dieser Studie nicht zu.

Frauen und neue Langschläfer besonders gefährdet

Bei genauerer Betrachtung der Studiendaten zeigt sich, dass Langschlafen bei manchen Menschen besonders negativ wirkt.

 

Bei 2 Personengruppen ist Langschlafen noch schädlicher:

  • Frauen: Bei Frauen steigt das Schlaganfall-Risiko stärker als bei Männern
  • Neue Langschläfer: Menschen, die früher normal schliefen und ihr Schlafpensum später erhöhen, sind 4 Mal so gefährdet

Warum gerade diese Menschen ein erhöhtes Risiko haben, ist unklar. Vielleicht ist eine plötzliche Veränderung des Schlafverhaltens nicht Ursache, sondern erstes Anzeichen eines bevorstehenden Schlaganfalls.

Wer schläft wie viel?

Engländer schlafen durchschnittlich so lange:

  • Normalschläfer: 70 % schlafen 6 - 8 Stunden
  • Kurzschläfer: 20 % schlafen weniger als 6 Stunden
  • Langschläfer: 10 % schlafen mehr als 8 Stunden

Auch die Schlafqualität wurde in der Studie berücksichtigt: Chronische Schlafstörungen lassen das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen steigen.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


26.02.2015

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