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Die Haut als Spiegel der Psyche

Mädchen blickt in den Spiegel
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Hautsymptome könnten durch eine Beeinflussung des psychischen Zustandes gelindert werden. (Pixabay.com)

Haut und seelisches Wohlbefinden sind eng miteinander verbunden - sind wir erkrankt, so kann sich das in der Haut widerspiegeln. "Psychodermatologie" lautet der Fachbegriff, der dieses komplexe Zusammenspiel beschreibt und Hoffnung auf neue Therapien macht.

Hauterkrankungen wie Schuppenflechte (Psoriasis), Akne oder Neurodermitis (atopisches Ekzem) können eine psychische Komponente haben. Das vermuten Mitglieder der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft (APA). Dass Beschwerden wie Rückenschmerzen psychosomatisch bedingt und Anzeichen einer "versteckten" Depression sein können, ist belegt. Auch bei Hauterkrankungen könnte die Psyche eine größere Rolle spielen, als bisher angenommen. Psychotherapie oder Entspannungspraktiken könnten Hauterkrankungen lindern.

Gegenseitiges Wechselspiel

Wenn die körperliche Veranlagung dazu gegeben ist, könnten psychische "Trigger" einen akuten Krankheitsschub bei Hauterkrankungen auslösen - so die Theorie der Psychodermatologie. Die Psyche verursacht nicht alleine ein Hautproblem: Schwierige Lebenssituationen wie Stress in der Arbeit oder Beziehungsprobleme können die Hauterkrankung verstärken. Andererseits können nach außen sichtbare Anzeichen eines Hautproblems, wie z.B. Akne, das Selbstbewusstsein stören und Betroffene verunsichern. Das wiederum führt zu einer weiteren seelischen Belastung: Ein Teufelskreis nimmt seinen Anfang.

Hormonelle Ursachen bei Psychodermatologie

Der Zusammenhang ist unter anderem auch hormonell bedingt: Bei Stress setzt der Körper Hormone frei, welche das Erscheinungsbild der Haut negativ prägen können. Selbst frühzeitige Hautalterung kann teilweise auf andauernde negative Emotionen zurückzuführen sein. Besonders bei Hauterkrankungen ist der Grund nicht immer in der Außenwelt zu finden, wie das z.B. bei Allergien der Fall ist. Das innere Gleichgewicht spielt eine entscheidende Rolle.

Linderung durch Therapie

Die Theorie der Psychodermatologie birgt für Betroffene chronischer Hauterkrankungen eine positive Botschaft. Scheinen klassische medikamentöse Behandlungsmethoden erfolglos zu bleiben, könnten Hautsymptome durch eine Beeinflussung des psychischen Zustandes gelindert werden. Eine Psychotherapie kann den Ursachen für tiefsitzenden Stress, Frust oder Ängsten auf den Grund gehen und den Umgang damit erleichtern. Auch ausgleichende Sportarten wie etwa Yoga können die Ausschüttung von Stresshormonen reduzieren.

 

Etwas Geduld ist gefragt: Da die psychischen Ursachen einer Hauterkrankung mitunter schon seit Jahren bestehen, verschwinden sie nicht garantiert über Nacht. Dafür ist ein Therapieerfolg, wenn er eintritt, langanhaltender. Außerdem wird nicht nur die Haut verbessert, sondern die Stimmung gleich dazu.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


25.07.2017

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