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Pendeln als Gesundheitsrisiko

Pendlerin im Abendverkehr
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Sich täglich durch den Pendelverkehr zu quälen ist für die Gesundheit wenig förderlich. (Pexels.com)

Wer seinen Traumjob nicht zufällig in der Straße nebenan findet, der ist oftmals gezwungen, zur Arbeit zu pendeln. Wie diese Praxis unserem Körper zusetzt, enthüllt nun eine Studie.

Kein Sitzplatz im Zug, überfüllte U-Bahnen oder der Genuss eines Autobahnstaus am frühen Morgen - Der Pendler-Alltag kann für so manch einen ganz schön bitter aussehen. Die britische Royal Society for Public Health macht anhand eines neuen Reports nun deutlich, dass sich in der täglichen Anreise zur Arbeit auch ein Gesundheitsrisiko verbirgt.

Weniger Freunde, weniger Sport

Für die Erhebung wurden 1.500 britische Pendler nach ihren Lebensgewohnheiten befragt, das Ergebnis ist durchaus schockierend. Demnach gaben 55% an, durch den exzessiven Arbeitsweg besonders gestresst zu sein. Jeweils etwas mehr als 40% gaben zu, weniger Zeit mit Freunden zu verbringen und nicht mehr so viel Sport zu machen wie früher. Aus Sicht des britischen Gesundheitsministeriums könnten die Nebeneffekte des Pendelns sogar die Lebenserwartung senken.

Stressige Anreise

Hauptfaktor dafür sei demnach die Stressproblematik, schließlich ist die psychische Anspannung bewiesenermaßen schlecht für den menschlichen Körper. Außerdem verleitet die hektische Anreise dazu, einen ungesunden Snack zu konsumieren. Für das Zubereiten eines gesunden, ausgewogenen Frühstücks haben viele Pendler hingegen keine Zeit. Als Konsequenz sei aus Sicht der Experten vor allem die Politik gefordert.

Aufgabe der Politik?

So sollte auf Bahnhöfen bzw. in den Zügen selbst der Verkauf von ungesunden Snacks verringert werden. Außerdem gelte es, durch bessere Organisation zukünftig überfüllte öffentliche Verkehrsmittel zu verhindern. Als Pendler selbst sollte man sich aber nicht ausschließlich auf neue Regelungen verlassen, sondern lieber eigene Maßnahmen ergreifen. Auch wenn sich der Arbeitsweg selbst natürlich nicht vermeiden lässt, kann man ihn bestmöglich nutzen.

Hörbuch, Frühstück, Fenster

Dabei muss wohl jeder ein Ritual finden, das einem selbst zusagt. Es könnte beispielsweise helfen, das Handy mal in der Tasche zu lassen und im Zug einfach mal ruhig aus dem Fenster zu schauen. Die Autofahrt kann durch das Hören von entspannender Musik, einem Hörbuch oder einer Radiosendung ebenfalls ansprechend gestaltet werden. Und um der Versuchung eines Snacks zu entgehen, lohnt es sich, am Vorabend ein bisschen Zeit in die Vorbereitung eins gesunden Frühstücks zu investieren.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


24.08.2016

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