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Vom Song zum Ohrwurm und wieder zurück

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Besonders nervige Ohrwürmer können unsere Laune so richtig verderben. (elnariz - Fotolia.com)

Ein Ohrwurm, der in unserem Kopf ununterbrochen rotiert, kann ganz schön Nerv tötend sein. Wissenschafter haben das Phänomen genauer untersucht und bieten einen Trick als Lösung an.

Helene Fischers Kultschlager "Atemlos" ist wohl das beste Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit für einen Song, bei dem eine kurze Erwähnung reicht, um sich fest in unserem Gehirn festzusetzen. Selbst wenn wir den Text nicht genau kennen, kann ein Lied dank einfacher Melodie zum Ohrwurm avancieren. Oder wer hat noch nie einen aktuellen Pop-Song mit Füllworten wie "Lalala" oder "Tam tam tam" in seinem Kopf vor sich dahin geträllert?

Hitliste der Ohrwürmer

Wie genau Ohrwürmer entstehen, darüber herrscht auch in der Wissenschaft gewissermaßen Unklarheit. An einer Universität in London wurde im Rahmen einer Studie aber nun im Detail untersucht, welche Kriterien ein Song dafür erfüllen muss. Untersucht wurde im Zeitraum von 2010 bis 2013, dementsprechend ist die Liste der stärksten Ohrwürmer auch von dieser Phase geprägt:

  • 1. Lady Gaga - "Bad Romance"
  • 2. Kylie Minogue - "Can’t Get You Out Of My Head"
  • 3. Journey - "Don’t Stop Believing"
  • 4. Gotye - "Somebody That I Used To Know"
  • 5. Maroon 5 - "Moves Like Jagger"

Flott und einfach

All diese Lieder waren durchaus erfolgreich und wurden in den Ländern der Studienteilnehmer oft im Radio gespielt. Das alleine macht einen Ohrwurm aber natürlich noch nicht aus, denn es kann durchaus sein, dass wir einen Song immer wieder hören und die Melodie trotzdem nicht so stark hängen bleibt. Entscheidend sind vielmehr musikalische Kriterien wie ein recht flottes Tempo und eine eher einfache Melodie. Hilfreich ist außerdem ein überraschendes Detail, beispielsweise ein unübliches Intervall oder eine signifikante Wiederholung.

Typische Eigenschaften

Als passendes Beispiel dafür nennen die Studienautoren das Gitarrensolo am Anfang von Deep Purple’s "Smoke On The Water". Eine weitere typische Eigenschaft von Ohrwürmern ist, dass die erste Phrase des eingängigen Songteils in der Tonhöhe steigt, während die zweite Phrase fällt. Schon die ersten Noten des bereits genannten Radiohits "Moves Like Jagger" von Maroon 5 weisen eine derartige Struktur auf.

Ohrwurm aus dem PC?

Obwohl das menschliche Gehirn also recht berechenbar zu sein scheint, glauben die Wissenschafter nicht an computergenerierte Ohrwürmer. Sie gehen zwar davon aus, dass Computerprogramme künftig tatsächlich eine eingängige Melodie erfinden können, ein menschlicher Faktor sei aber nach wie vor wichtig. Im Radio gängige Pop-Musik mag sich zwar in einigen Elementen recht ähnlich sein, wirklich ident sind die Songs aber nun Mal dennoch nicht.

Kaugummis als Lösung

Was sich trotz so mancher wissenschaftlichen Unklarheiten wohl nie ändern wird ist die Tatsache, dass Ohrwürmer manchmal ganz schön lästig sind. Egal ob wir einen Song wirklich toll finden oder nicht, das ständige Wiederholen im Kopf ist schlichtweg nervig. Glücklicher Weise haben Forscher schon vor einiger Zeit einen effektiven Trick dagegen entdeckt. Demnach beansprucht das Kauen eines Kaugummis unseren Kopf so sehr, dass selbst die eingängigste Melodie wieder verschwindet.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


10.11.2016

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