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Burnout: Lichttherapie hilft

Mit Licht gegen Stress? Überarbeitete Frau sitzt vor ihrem Laptop
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Burnout, auch Erschöpfungsdepression genannt, lässt sich mit Tageslichtlampen lindern. (Pexels.com)

Bei Depressionen kommen häufig Tageslichtlampen zum Einsatz. Forscher Universität Graz testeten Lichttherapie nun auch bei Burnout-Patienten - mit Erfolg.

Bereits eine halbe Stunde täglich vor einer speziellen Lampe mit 10.000 Lux soll schon nach wenigen Wochen helfen, die Stimmung bei Burnout zu heben. Der Grund: Ähnlich wie bei einem Stimmungstief in der dunklen Jahreszeit oder einer Depression ist auch bei Burnout die Produktion und Übermittlung von Botenstoffen im Gehirn gestört. Die Lichttherapie sorgt für eine erhöhte Ausschüttung des Glückshormons Serotonin und hemmt gleichzeitig tagsüber die Produktion des müde machenden Hormons Melatonin. Dadurch fühlen sich Burnout-Betroffene fröhlicher und wacher, und können nachts besser schlafen.

Burnout vorbeugen und behandeln mit Licht

Burnout tritt häufig nach einer längeren Phase der Überarbeitung ohne ausreichenden Erholungs-Ausgleich auf.

 

Folgende Symptome sind typisch für Burnout:

  • Schlafstörungen
  • Verminderte Konzentration
  • Erhöhter oder verminderter Appetit
  • Mangelnde Leistungsfähigkeit
  • Antriebslosigkeit

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Burnout vorzubeugen, z.B. mit der richtigen Pausengestaltung. Die Lichttherapie kann ebenfalls bei beginnenden Anzeichen einer Burnout-Erkrankung genutzt werden. Da es wenige Nebenwirkungen gibt, gilt die Lichttherapie als risikoarme Behandlungsform und kann deshalb auch vorbeugend eingesetzt werden. Bei bestehender Burnout-Diagnose kann der Arzt die Lichttherapie, häufig in Kombination mit einer anderen Therapieform wie Medikamente oder Psychotherapie, empfehlen.

Licht wirkt auch bei Demenz

DDr. Elisabeth Weiss von dem Institut für Psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz beschäftigt sich bereits seit längerem mit dem Einsatz der Lichttherapie. Sie betont, dass Tageslichtlampen nicht nur bei Depression und Burnout, sondern auch bei Demenz erfolgreich eingesetzt werden.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


03.02.2015

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