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Schlaflänge beeinflusst unsere Träume

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Die Themen unserer Träume verändern sich im Laufe der Nacht. (Pexels.com)

Können Sie sich noch erinnern was Sie heute Nacht geträumt haben? Wie lange wir schlafen beeinflusst, was wir träumen, so das Ergebnis einer neuen Studie. Am Ende der Nacht sind die Träume am bizarrsten.

Manche Träume sind einfach zu interpretieren. Wir verarbeiten Dinge im Schlaf, die wir tagsüber erlebt oder in Medien gesehen haben. Ängste werden im Traum zur scheinbaren Wirklichkeit, und Wunschvorstellungen sind plötzlich real. Andere Träume scheinen dahingegen völlig wirr, fühlen sich aber dennoch sehr echt an. Dr. Josie Malinowski von der Universität Bedfordshire in England untersuchte, warum unsere Träume so unterschiedlich aufgebaut sind. Dabei stellte sie einen Zusammenhang zwischen dem Traumzeitpunkt und dem Inhalt des Traumes fest. Über welche Themen wir träumen, hängt vor allem damit zusammen, wann in der Nacht wir träumen.

Jeder Mensch träumt

Warum wir träumen, ist nicht vollständig geklärt. Fest steht aber, dass wir träumen müssen, um körperlich und psychisch gesund zu bleiben um die Geschehnisse des Tages zu verarbeiten. Wir träumen jede Nacht, auch wenn wir uns nicht immer daran erinnern können. Allerdings träumen wir nicht die ganze Nacht über, sondern in der sog. REM-Phase. REM steht im Englischen für "Rapid Eye Movement", also jener Phase, in der sich die Augen hinter geschlossenen Lidern schnell hin und her bewegen. Nachts durchlaufen wir ungefähr alle 90 Minuten die REM-Phase. Bei Schlafstörungen sind unter anderem auch die Traumphasen neagativ beeinflusst.

 

Wenn man direkt in oder nach der REM-Phase aufwacht, kann man sich am besten an seine Träume erinnern. Durch die REM-Phase wird auch für Forscher, die Schläfer beobachten, ersichtlich, wenn sie träumen. Dr. Malinowski und ihr Team untersuchten die Träume von insgesamt 16 Schläfern. Während einer Nacht wurden diese 4 Mal aufgeweckt und nach ihren Träumen befragt. Die Wissenschafter dokumentierten dabei, worum es in diesen Träumen ging und wie sie aufgebaut waren.

Je später, desto verrückter und realer

Nach dem Experiment analysierten Dr. Malinowski die Träume. So stellte sie fest, dass wir am Anfang der Nach Dinge aufarbeiten, dir wir in Medien gesehen haben. Je später die Nacht wird, desto mehr werden Aktivitäten und Themen des eigenen Lebens behandelt. Dabei dauern in späteren Schlafphasen die Träume aber auch immer länger und werden unzusammenhängender und verrückter. Außerdem fühlen sie sich besonders real an. Während Schläfer in frühen REM-Phasen oft wissen, dass sie gerade träumen, werden Träume am Ende der Nacht oft für echt gehalten.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


21.10.2014

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