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Neigen Künstler zur Schizophrenie?

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Manche meinen, die meisten Künstler seien ein wenig verrückt. (Pexels.com)

Das Klischee, Künstler hätten besonders starke Stimmungsschwankungen, ist so alt wie die Kunst selbst. Eine neue Studie fand nun einen Zusammenhang zwischen Kreativität und Schizophrenie.

Der niederländische Maler Vincent van Gogh ist mehr als hundert Jahre nach seinem Tod immer noch sehr bekannt. Das liegt natürlich an seiner Kunst, aber auch an einer Kuriosität aus seinem Leben. Ende des 19. Jahrhunderts schnitt er sich nämlich ein Ohr ab und etablierte damit endgültig das Vorurteil, Künstler würden ihre Stimmungen besonders intensiv ausleben. Womit aber wohl trotzdem nur wenige gerechnet haben: Laut einer neuen Studie sind besonders kreative Leute stärker von Schizophrenie gefährdet.

Schizophrenie bei Künstlern wahrscheinlicher

In Island wurde eine Untersuchung durchgeführt, die einen Zusammenhang zwischen Kreativität und bestimmten psychischen Erkrankungen herstellen konnte. Demnach haben Menschen, die in der Kreativbranche tätig sind oder sich selbst als kreativ bezeichnen würden, ein höheres Risiko für Schizophrenie und bipolare Störung. Um diese Gefährdung festzustellen wurden genetische Faktoren definiert, die eher zu diesen Krankheiten führen können. Ebendiese Faktoren sind bei kreativen Menschen um etwa 25% häufiger. Es muss aber erwähnt werden, dass auch bei dieser Risikogruppe die Wahrscheinlichkeit nur sehr gering ist. Nicht einmal 1% der Gesamtbevölkerung ist von einer Schizophrenie betroffen.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


10.06.2015

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