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Wie erkenne ich eine Internetsucht?

Person vor PC und Tablett gleichzeitig
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Das Internet bietet viele Möglichkeiten, vor einer Sucht sollten Eltern ihre Kinder allerdings schützen. (Pixabay.com)

Die schier endlosen Möglichkeiten des World Wide Web führen vor allem bei Jugendlichen zu einem starken Konsum. Eine neue Studie der deutschen Krankenkasse warnt vor der Gefahr der Internetsucht.

Von einer extrem leichten sozialen Vernetzung bis hin zu einer riesigen Shopping-Auswahl bietet das Internet zahllose Chancen, auf die viele im Alltag scheinbar nicht mehr verzichten können. Immer wieder wird in diesem Kontext der Begriff der Internetsucht diskutiert, die unter medizinischen Experten aber nicht unumstritten ist.

Erhöhtes Risiko

Die deutsche Krankenkasse (DAK) hat zu diesem Thema nun eine neue Studie vorgelegt. Demnach unterliegen 5% der 12- bis 17-Jährigen einem erhöhten Risiko auf Internetsucht. Zudem gaben bereits 22% der Eltern an, ihre Kinder würden beim Versuch, das Internet weniger zu nutzen, schlechte Laune bekommen. Diese schockierenden Zahlen könnten dazu beitragen, dass einer von vielen noch nicht anerkannten Krankheit mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Soziale Isolation

Internetsucht macht sich in erster Linie durch schwerwiegende psychische Folgen bemerkbar. Betroffene neigen etwa dazu, vermeintlich wichtige Lebensbereiche zu vernachlässigen. Oft führt dies in der nicht-virtuellen Welt zu sozialer Isolation sowie einer ungesunden Ernährung, nicht selten kommt es zu Übergewicht. Zu den häufigsten körperlichen Folgeerscheinungen zählen Augenprobleme und - bei Computerspielern - Sehnenscheidenentzündungen.

Selbsttest

Der Unterschied zwischen starker Nutzung des World Wide Web und einer richtigen Internetsucht ist gerade für Außenstehende oft nicht leicht zu erkennen. Zum Selbsttest hat die American Psychiatric Association klassische Symptome definiert, darunter:

  • gedankliche Vereinnahmung
  • Entzugserscheinungen
  • Kontrollverlust
  • Verlust anderer Interessen
  • Fortsetzung der Internetnutzung trotz psychosozialer Probleme

Zu wenig Regeln?

Aus Sicht der DAK tragen die Eltern zumindest eine Mitschuld am Wachsen der Problematik. Sie bemängelt ein bei dieser Thematik fehlendes Regelwerk in der Erziehung. Der Studie zufolge haben die meisten auf Regeln im Computerumgang verzichtet:

  • 71% der Eltern haben keine Regeln, wo die Kinder das Internet nutzen dürfen
  • 57% der Eltern kümmern sich nicht, wie lange die Kinder das Internet nutzen dürfen
  • 32% der Eltern deklarieren nicht, welche Inhalte die Kinder im Internet konsumieren dürfen

Um gegen die Internetsucht stärker vorzugehen, hat die deutsche Krankenkasse nun erste Maßnahmen angekündigt. Demnach sollen neue Broschüren zur Verfügung gestellt werden, die Eltern über die Problematik aufklären.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


02.12.2015

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