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Umfrage: Handy bleibt auch im Urlaub an

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Selbst im Urlaub ist das Handy bei den meisten Menschen stets eingeschaltet. (Pexels.com)

Erreichbarkeit hat sich als Unwort einer ganzen Generation etabliert. Wie eine neue Umfrage zeigt, sind immer mehr Menschen auch in der Freizeit am Diensthandy aktiv.

Das Wort Feierabend hat in den letzten Jahren bei vielen Menschen an Bedeutung verloren. Schließlich sind Arbeitstage immer öfters gar nicht wirklich beendet, wenn wir den Heimweg antreten. Waren es früher hauptsächlich hochrangige Firmenvertreter, die beinahe jederzeit erreichbar schienen, so trifft dies heute schon auf sehr viele Menschen zu. Das Diensthandy abzuschalten kommt da für viele nicht in Frage, wie eine deutsche Umfrage zeigt.

Überlastung vorprogrammiert

Demnach erreichen 58% der Erwerbstätigen auch in ihrer vermeintlichen Freizeit dienstliche Angelegenheiten. Dadurch kommt es häufig auch zu Schlafproblemen, selbst in der Nacht meldet sich das ein oder andere Diensttelefon. Unruhe und Stress sind die direkten Folgen, oftmals entwickelt sich auch ein Burnout-Syndrom. Besonders oft betroffen sind jene Angestellten, die keine fixen Arbeitszeiten haben, da sie praktisch nie richtig abschalten können.

Beziehungsprobleme als Folge

Die ständige Erreichbarkeit hat aber nicht nur auf die Gesundheit negative Folgen, auch Beziehungen dürften zunehmend belastet sein. So gab fast jeder Zweite an, kein großer Fan davon zu sein, wenn der Partner in der Freizeit kleinere Arbeitsangelegenheiten erledigt. Wie aktuell diese Entwicklung ist, zeigt auch eine weitere Umfrage, durchgeführt von einem österreichischen Reisebüro. Dabei gaben 78% der Befragten an, auch im Urlaub unbedingt - via SMS oder Anruf - erreichbar sein zu wollen.

Verständnis wandelt sich

Ob sich dieser Wunsch nach Erreichbarkeit auch auf Arbeitskontakte oder nur auf Familie bzw. den Freundeskreis bezieht, wurde nicht erhoben. Klar wird allerdings, dass das Handy auch im Urlaub immer dabei ist und sich dadurch unser Verständnis von Entspannung stark verändert hat. So halten sich 45% mit dem Smartphone über Nachrichten am Laufenden, immerhin 30% checken regelmäßig ihre Social Media-Kanäle.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


27.07.2016

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