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Wer Krankheiten googelt, fühlt sich gesünder

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Dr. Google ist zum besten Freunden des Menschen geworden, eine neue Studie warnt aber vor einem Risiko. (Pexels.com)

Dr. Google ersetzt für viele den Hausarzt als Anlaufstelle für erste Infos zum eigenen Befinden. Eine neue Studie warnt aber davor, dass dadurch ein falsches Gesundheitsgefühl entstehen könnte.

Ganz egal ob der Kopf schmerzt, der Magen grummelt oder einfach der Rücken kratzt – Dr. Google hat auf alle Fragen eine Antwort. Aktuelle Umfragen zeigen, dass sich Österreicher bei Gesundheitsproblemen mittlerweile eher im Internet vorab informieren als sich an einen Hausarzt zu wenden. Oft wird davor gewarnt, dass so Hypochondrie noch verstärkt werden kann, tatsächlich dürfte aber genau das Gegenteil der Fall sein.

Zu gutes Gefühl?

An der Universität Tübingen haben Psychologen eine Studie über die Internetrecherche von Krankheitssymptomen durchgeführt. Dabei wurde erkannt, dass viele Menschen beim Googeln ihrer Probleme positive bzw. beruhigende Informationen unterbewusst stärker wahrnehmen. Wer in der Suchmaschine seine Symptome eingibt, fühlt sich daher manchmal gesünder als er eigentlich ist. Somit würde in einigen Fällen die Arzt-Patienten-Kommunikation erschwert werden.

Cyberchondrie angeprangert

Interessant ist diese Erkenntnis, weil Kritiker der Dr. Google-Herangehensweise oft den gegenteiligen Effekt anprangern. Als Cyberchondrie wird etwa jenes Phänomen bezeichnet, dass manche Menschen nach der Internetrecherche trotz harmloser Symptome von einer schweren Krankheit überzeugt sind.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


08.03.2016

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