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Wofür soll ich Geld ausgeben um glücklich zu werden?

Frau hält Sparschwein hoch
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Gespartes richtig zu investieren, kann glücklich machen. (Melpomene - Fotolia.com)

Freizeit hat sich in der westlichen Gesellschaft als das vielleicht kostbarste Gut der Menschen etabliert. Eine neue Studie zeigt auf, wie gekaufte Zeit für mehr Zufriedenheit sorgen kann.

Wenngleich finanzielle Sicherheit für viele Menschen ein wichtiger Faktor der Lebensqualität ist, ist Geld alleine nicht alles. Liebe kann man sich damit beispielsweise keine kaufen, das haben uns die Beatles schon vor über 50 Jahren erklärt. Doch wie sollte ich meine hart verdienten Moneten ausgeben, um möglichst glücklich zu werden? Im US-amerikanischen Boston haben Wissenschafter eine interessante Antwort gefunden.

Was kostet Glück?

Sie haben Freizeit als eines der wichtigsten Luxusgüter der heutigen Zeit identifiziert, zumindest in der westlichen Welt. Denn wer sich durch das Anstellen entsprechender Haushaltshilfen ein paar freie Stunden mehr pro Woche erkauft, ist glücklicher. Bei der Studie wurden zunächst die Daten von mehr als 4.000 Erwachsenen aus den USA, Kanada, Dänemark und den Niederlanden erhoben.

Geld ist Zeit

Schon hier zeigte sich der Zusammenhang relativ deutlich. 28% der Teilnehmer gaben an, monatlich Geld darin zu investieren, sich Zeit zu sparen. Dafür qualifizierten sich jegliche Anstellungen von Haushaltshilfen, die ungeliebte Aufgaben übernehmen sollten. Wer sein Geld dementsprechend ausgab, zeigte sich im Schnitt wesentlich glücklicher und mit dem eigenen Leben zufriedener als die anderen Befragten. Das persönliche Einkommen der Probanden hatte auf diesen Effekt keinen Einfluss.

Zusätzliches Experiment

In einem zweiten Schritt haben die Forscher ein Experiment mit 60 erwachsenen, arbeitenden Kanadiern durchgeführt. Sie bekamen an zwei aneinander folgenden Wochenenden jeweils 40$ geschenkt. In der ersten Woche mussten sie diese in zeitsparende Maßnahmen investieren, während sie sich am zweiten Wochenende materielle Güter nach freier Wahl kaufen sollten. Auch hier sorgte die Haushaltshilfe für glücklichere Tage als die gekauften Gegenstände.

Freizeit ist wichtig

Die Zahlen könnten einerseits für ein Umdenken sorgen, da selbst Menschen mit hohem Einkommen beim Anstellen einer Haushaltshilfe oft sehr zögerlich sind. Vor allem aber zeigt die Studie, wie wichtig ausreichend Freizeit für das seelische Wohlbefinden ist. Wer bei einer Einladung auch einmal "Nein" sagen und seine Zeit sinnvoll einteilen kann, dürfte langfristig davon profitieren.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


02.08.2017

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