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Gehirn-Doping bei schlauen Menschen wirkungslos

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Gesunde Menschen sind trotz leistungssteigernder Medikamente nicht konzentrierter. (ra2 studio - Fotolia.com)

Bis zu 20 % der Studenten und Akademiker verwenden leistungssteigernde Medikamente. Sie hoffen, länger konzentriert denken zu können. Doch eine neue Studie zeigt: Gehirn-Doping ist für schlaue Menschen nutzlos.

Forscher der Universität in Nottingham testeten die Wirkung von leistungssteigernden Medikamenten, die normalerweise bei Narkolepsie (Schlafkrankheit) und schweren Schlafstörungen zum Einsatz kommen. Gesunden Menschen verwenden diese häufig illegal, um die Gehirn-Leistung zu steigern. Die Forscher untersuchten die Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit von gesunden Versuchsteilnehmern. Das Ergebnis: In einem Konzentrationstest schnitten die gesunden Probanden, die leistungssteigernde Medikamente genommen hatten, mit verzögerter Reaktionszeit, aber nicht besser ab.

Keine Leistungsverbesserung bei Gesunden

Insgesamt 64 Versuchsteilnehmer mit normaler Gehirnleistung bekamen entweder ein Placebo, oder ein leistungssteigerndes Medikament. Anschließend nahmen sie an einem Konzentrationstest teil. Dabei mussten sie das letzte Wort eines vorgegebenen Satzes möglichst schnell und sinnvoll zu ergänzen.

Das Versuchsergebnis fiel folgendermaßen aus:

  • Placebo-Gruppe: Gleiche Fehleranzahl wie bei gedopter Gruppe.
  • Gehirn-Doping-Gruppe: Reagierten messbar langsamer, aber nicht richtiger auf vorgegebene Sätze.

Vorangegangene Studien zu dem Thema hatten die Vermutung angestellt, dass gerade die Zeitverzögerung bei der Suche nach Lösungen sich positiv auf die Ergebnisse auswirken könnte. Die Studienergebnisse belegen aber, dass gesunde gedopte Menschen weder schneller, noch richtiger Probleme lösen können. Die Nebenwirkungen der illegalen Nutzung von leistungssteigernden Medikamenten bei Schülern, Studenten und Akademikern ist laut den Forschern bedenklich.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


14.03.2018

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