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Virales Facebook-Posting: So sehen Depressionen aus

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Depressionen bildlich darzustellen ist nicht immer einfach. Eine Facebook-Userin hat es geschafft. (eyetronic / Fotolia)

Eine junge US-Amerikanerin vermittelt mit einem Bild, wie sich ihre Depressionen anfühlen.

Nichts weiter als ein Haufen frischgewaschenes Geschirr ist auf jenem Bild zu sehen, das Brittany Ernsperger zum Internet-Phänomen der Stunde gemacht hat. Denn mit dem eigentlich simplen Foto bringt die US-Amerikanerin auf Facebook zum Ausdruck, wie es sich anfühlt, depressiv zu sein.

Wenn der Antrieb fehlt

In dem Posting erklärt sie, dass sie zwei Wochen gebraucht hat, um sich dazu zu überwinden, endlich das Geschirr zu waschen. Obwohl oder gerade weil sie eigentlich stets wusste, dass sie die Aufgabe erledigen muss, konnte sie sich einfach nicht dazu durchringen. Es fehlte ihr schlichtweg die Kraft.

Toxischer Mix aus Depression und Angst

So entsteht, wie sie weiter erklärt, auch ein Teufelskreis. Da sie es oftmals tagelang nicht einmal schafft, das Geschirr abzuwaschen oder andere vermeintlich einfache Aufgaben zu erfüllen, fühle sie sich erst recht nutzlos und deprimiert. Insbesondere in Kombination mit ihren Ängsten mache das die Depression zu einem kaum überwindbaren Hindernis im Alltag.

Hilfsangebote nutzen

Wenngleich das Thema gerne unter den Tisch gekehrt wird und viele Betroffene nur sehr ungern darüber sprechen, sind psychische Probleme jeglicher Art weit verbreitet. Bei anhaltenden Symptomen wie Niedergeschlagenheit, starker Traurigkeit oder Antriebslosigkeit sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Helfen könnten unter anderem Psychotherapeutinnen oder Psychiaterinnen. Eine erste Orientierungshilfe gibt die Hausärztin.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


18.07.2018