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Wovor wir uns ekeln und warum das gesund ist

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Ekel ist kein angenehmes Gefühl, aber zumindest ein gesundes. (Wayhome Studio / Fotolia)

Sechs verschiedene Typen von Ekel wollen die Autoren einer Studie identifiziert haben. Das Grausen hat einen evolutionären Zweck.

Wie grauslich! Wenn es uns vor etwas ekelt, dann können wir einfach nur noch die Augen schließen und versuchen, ganz bewusst an etwas anderes zu denken. Forscher der School of Hygiene & Tropical Medicine in London haben hingegen sehr wohl hingesehen. Im Rahmen einer Studie haben sie den Ekel genauer unter die Lupe genommen.

Wovor es uns ekelt

Die etwas mehr als 2.500 Versuchsteilnehmer bekamen 74 potentiell eklige Situationen geschildert, die sie auf einer Skala von „gar nicht eklig“ bis „extrem eklig“ bewerten mussten. Anhand der Ergebnisse identifizierten die Forscher sechs typische Auslöser für menschlichen Ekel:

 

  • atypische Erscheinung (z.B. Menschen mit entstellenden, krankheitstypischen oder ungewöhnlichen Merkmalen)
  • Tiere (z.B. rohes Hühnerfleisch, Würmer, Insekten)
  • Auffälligkeiten an der Haut (z.B. Wunden, Eiterbeulen)
  • Verdorbenes Essen
  • schlechte Hygiene (z.B. starker Körpergeruch, Schnarchen, Nasenbohren)
  • riskantes sexuelles Verhalten (z.B. Prostitution, häufiger Partnerwechsel)

Evolutionär wertvoller Ekel

Für die Forscher besonders spannend ist die Erkenntnis, dass sich die Kategorien weitestgehend evolutionär erklären lassen. Schlechte Hygiene und verdorbenes Essen waren schließlich vor allem in der frühen Menschheitsgeschichte eine große Gefahr für die Gesundheit. Zu dem Bild passt auch, dass die Vorstellung einer infektiösen, eitrigen Wunde bei den Teilnehmern im Schnitt für den größten Ekelfaktor sorgte.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


05.06.2018

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