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Wie wirkt Einsamkeit auf die Gesundheit?

Mädchen blickt einsam auf das Abendrot
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Auch Menschen, die eigentlich gerne allein bleiben, profitieren von positiven Effekten sozialer Kontakte. (Pexels.com)

Wer sich häufig allein fühlt oder es tatsächlich ist, erhöht sein Sterberisiko um bis zu 32 %. Soziale Kontakte schützen unsere Gesundheit bis ins hohe Alter - und bewirken, dass wir dieses tatsächlich erreichen.

Eine amerikanische Studie der Brigham Young University in Utah befasste sich mit der umfassenden Wirkung unseres Soziallebens. Demnach verkürzt sowohl subjektive, als auch objektive Isolation die Lebenserwartung. Fazit: Egal, ob wir uns "nur" einsam fühlen oder es wirklich sind - unsere Gesundheit nimmt Schaden. Gemeint ist hier nicht eine vorübergehende, selbst gewählte Auszeit von anderen Menschen: Diese kann die Erholung fördern und dem Leben eine neue, positive Ausrichtung geben. Wer aber sein Leben dauerhaft ohne andere verbringt, könnte von neuen Freundschaften stark profitieren.

Was bedeutet "Einsamkeit"?

Die Untersuchung befasste sich ausführlich mit der Zahl, der Tiefe und der Häufigkeit von sozialen Kontakten der Studienteilnehmer. Diese Fragen waren entscheidend für das Studienergebnis.

  • Wie viele Menschen kennen Sie?
  • Wie nahe stehen Sie diesen Menschen?
  • Wie oft finden Treffen und gemeinsame Aktivitäten statt?

So erhöht sich die Sterblickeit

  • Gefühlte, subjektive Einsamkeit: Sterblichkeit 26 % erhöht
  • Tatsächliche, objektive Einsamkeit: Sterblichkeit 29 % - 32 % erhöht

Das bedeutet, dass auch Menschen, die eigentlich gerne allein bleiben, von den positiven Effekten sozialer Kontakte profitieren könnten.

Was die Lebenserwartung steigert

Vorangegangene Studien zeigten, dass die Gesundheit von Singles nicht unbedingt schlechter ist: Sie sind sogar durchschnittlich schlanker und bewegen sich mehr. Auch die aktuelle Einsamkeitsstudie bestätigt, dass soziale Kontakte nicht unbedingt von einer klassischen Kernfamilie kommen müssen. Häufigere Treffen mit möglichst unterschiedlichen Menschen, sowie ein gemeinsames Wohnen, steigern die Lebenserwartung.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


27.03.2015

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