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Einsamkeit fördert den Hunger

Fast jeder hat sich bei Liebeskummer schon einmal mit einer Tafel Schokolade getröstet. Auch andere Formen von Einsamkeit verleiten uns oft dazu, genüsslich zu sündigen.

Dafür braucht man sich auch nicht zu schämen, da es sich hierbei um eine natürliche Reaktion des Körpers handelt. Neue Forschungen zeigen nämlich, dass Einsamkeit jeglicher Art den Hunger steigern kann. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurde ein ebenso simples wie interessantes Experiment durchgeführt.

Hunger-Hormon ist bei Einsamen stärker vorhanden

Lisa Jaremka von der Universität Delaware hat zunächst mehrere Frauen darum gebeten, über Monate hinweg den Grad ihrer Einsamkeit festzuhalten. Bei dem Experiment selbst durften diese Frauen zunächst zwölf Stunden lang nichts essen, ehe sie eine ausreichende Mahlzeit serviert bekamen. Nach dem Essen durften sie wiederum mehrere Stunden lang nichts zu sich nehmen. Die Forscher befragten die Probandinnen sowohl vor als auch nach der Mahlzeit über ihren Hunger. Jene Frauen, die sich als einsam bezeichneten, gaben an, hungriger zu sein.

Hunger-Hormon Grehlin hat Einfluss

Dieses Ergebnis erklärt sich durch Ghrelin, auch Hunger-Hormon genannt. Tatsächlich wiesen die einsamen Frauen einen höheren Ghrelin-Spiegel auf als die anderen Teilnehmerinnen. Wichtig zu erwähnen ist, dass diese Feststellung nur auf Normalgewichtige zugetroffen hatte. Bei bereits übergewichtigen Frauen konnte kein erhöhter Ghrelin-Spiegel nachgewiesen werden. Der größere Hunger bei Einsamkeit hat übrigens sogar einen praktischen Nutzen. Laut Wissenschaftlern erzeugt Essen nämlich ein Gefühl von sozialem Zusammenhalt.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


04.05.2015

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