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Digital Detox – 6 Tipps wie man Offline mehr Zeit gewinnt

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Einfach einmal offline sein. Notizblock, Taschenrechner und Co. ersetzen einfach die digitalen Geräte. (fuzzbones - Fotolia.com)

Einfach auf Smartphones oder Computer verzichten - das klingt oft leichter gesagt als getan. Doch diese Offline-Zeit kann als Chance gesehen werden um Stress zu reduzieren und die unmittelbare Umwelt neu kennen zu lernen.

Digital Detox, der Verzicht auf elektronische Geräte wie Smartphones, bringt ein neues Lebensgefühl. Denn viele Menschen haben verlernt abzuschalten: Man ist immer erreichbar und schaut alle paar Minuten aufs Smartphone um keine wichtige Nachricht zu verpassen. Auch der eigene Status in diversen sozialen Netzwerken sollte up to date sein. Mittlerweile leiden schon viele digitale Nutzer unter den Folgen dieser Informationsflut. Es fällt schwer sich zu konzentrieren, ständig lenken eingehende Nachrichten ab. Das betrifft fast alle Altersgruppen, vom Geschäftsführer, der am Wochenende berufliche E-Mails checkt bis zu Schülern, die eigentlich gerade lernen sollten...

Digitale Fastenzeit

Während es sogar eigene Digital-Detox-Camps gibt, ist es auch Abseits von geschlossenen Zonen möglich verschiedene Formen von Digital-Detox in den Alltag zu integrieren. So kann man einen Modus finden wie man ein paar Stunden, einen Tag in der Woche oder auch für längere Zeit auf digitale Geräte verzichten kann. Die folgenden 6 Tipps helfen Ihnen bei dieser digitalen „Fastenzeit“.

Tipp 1: Kein Smartphone im Schlafzimmer

Schaffen Sie sich Räume in denen digitale Geräte Tabu sind. Sehr gut bietet sich hier das Schlafzimmer an. Viele nutzen das Handy als Wecker und so ist der erste Blick des Tages auf das Telefon fixiert. Das muss nicht sein. Einfach einen analogen Wecker verwenden.

 

Auch das Licht von Smartphones oder Tablets kann das Einschlafen erschweren. Dadurch kann der innere Rhythmus durcheinandergeraten. Schuld daran ist die viel zu helle bzw. bläuliche Beleuchtung der Geräte. Am besten alle elektronischen Geräte zirca eine Stunde vorm Zubettgehen ausschalten und langsam zur Ruhe kommen. Wer vor dem Einschlafen noch gerne etwas lesen möchte, für den ist das gute alte Buch die geeignete Wahl.

Tipp 2: Gerätezeiten regeln und Sofort-Benachrichtigungen abschalten

Wem es schwer fällt einmal mehrere Tage auf das Internet zu verzichten, der kann versuchen sich für jeden Tag gewisse Internet-Auszeiten zu fixieren. Schalten Sie das Internet vielleicht beim Heimkommen nach der Arbeit aus. Oder fixieren Sie das Wochenende als Internet-freie Zeit. Seien Sie konsequent und überlegen Sie sich schon vorher welche alternativen Aktivitäten Sie einplanen möchten. Damit kommt erst gar keine Langeweile auf.

 

Jedes Smartphone bietet außerdem die Möglichkeit zu regeln, wann gewisse Benachrichtigungen eintreffen sollen. Entscheiden Sie selbst, wann Sie Ihr Telefon nach Neuigkeiten checken möchten. Einfach in den Einstellungen alle Push-Benachrichtigungen ausschalten oder nur die wirklich wichtigen zulassen.

Tipp 3: Smartphone-freie Zonen

Überlegen Sie sich Zonen in denen Sie das Smartphone eigentlich gar nicht brauchen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem täglichen Weg zur Arbeit? Statt in Zug oder Straßenbahn also die ganze Zeit auf den Bildschirm zu starren, lesen Sie doch mal wieder ein Buch. Verlockend ist auch die Mittagspause, wenn man zum Beispiel alleine isst. Dann fällt der Blick gerne auf Handy oder Computer. Stattdessen einfach mal die freie Zeit genießen und das Mittagessen als Pause vom Alltagsstress sehen! Dazu gehört auch, nicht ständig erreichbar zu sein.

Tipp 4: Keine Angst vor Ruhe

Haben Sie keine Angst vor Ruhe oder Momenten der Einsamkeit. Der Körper und die Psyche brauchen diese Zeit zur Regeneration. Viele haben Angst etwas zu verpassen. Akzeptieren Sie diese Internet-Auszeit als wichtige Phase des Tages oder der Woche und genießen Sie die Ruhe. Wichtige Informationen werden Sie im Nachhinein immer erreichen, auch wenn das Handy einen Tag ausgeschaltet bleibt.

 

Machen Sie einen Selbsttest: Schalten Sie einen Tag lang alle elektronischen Geräte aus. Am nächsten Tag sehen Sie nach und notieren Sie sich, was Sie alles verpasst haben. Dann überlegen Sie, welche Nachrichten davon für Ihr Leben so wichtig sind, sodass es nicht auch gereicht hat, diese Informationen einen oder mehrere Tage später zu erhalten.

Tipp 5: Andere Geräte ohne Internet verwenden

Die heutigen Smartphones sind schon praktisch. Viele technische Funktionen sind in einem Gerät vereint. Sie könnten aber im Urlaub wieder einmal einen normalen Fotoapparat nutzen um besondere Momente einzufangen. Das Smartphone samt Handykamera lassen Sie derweil beruhigt im Hotel zurück.

 

Wer eine digitale Auszeit plant, für den eignen sich als Ersatz für die vielen Funktionen, die ein modernes Handy bietet auch ein Notizblock, ein klassischer Taschenkalender und ein Taschenrechner. Auch die Uhrzeit liest man immer noch sehr gut von einer Armbanduhr ab.

Tipp 6: Digital Detox zum neuen Lebensstil machen

Wenn Sie die bereits genannten 5 Tipps ausprobiert haben, dann können Sie versuchen einige Ideen auf Dauer in Ihren Alltag zu integrieren. Was hat besonders gut funktioniert? Wo konnten Sie effektiv Zeit sparen? Welche neuen Erfahrungen haben Freude bereitet? Gönnen Sie sich öfter einen freien Tag, fernab der digitalen Welt und integrieren Sie auch Freunde und Familie in diesen Lebensstil. Die positiven Erfahrungen können so geteilt und stressfreie Momente gemeinsam genossen werden. Vielleicht werden so auch mehr Menschen zu diesem neuen Umgang mit digitalen Geräten inspiriert.

AUTOR


Mag. Carmen Hiertz, BA


ERSTELLUNGSDATUM


02.09.2016
QUELLEN
Digital Detox - Wie Sie entspannt mit Handy & Co. Leben, Daniela Otto, Springer, 2016
Das kleine Übungsheft Digital Detox - Einfach öfter mal abschalten, Alia Cardyn, Trinity, 2016

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