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Depressionen machen auch das Herz traurig

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Zumindest beim Mann schlagen sich Depressionen auch aufs Herz nieder. (Pixabay.com)

Antriebslosigkeit und eine tief gehende Traurigkeit sind die auffälligsten Symptome von Depressionen. Doch auch das Herz leidet unter den psychischen Problemen.

Wenn die kalte Jahreszeit mal etwas gar heftig auf unser Gemüt schlägt, redet man im Volksmund auch vom Winterblues. Zwischen einer solchen saisonalen Verstimmung und einer richtigen Depression muss allerdings klar unterschieden werden. Bei letzterer herrscht je nach Intensität eine teils starke Antriebslosigkeit, außerdem scheinen Betroffene in ihrer Wahrnehmung durch einen Schleier der Traurigkeit zu blicken. Manche Menschen mit Depressionen berichten davon, verlernt zu haben wie man eigentlich glücklich sein kann.

So schlimm wie Rauchen?

Neben diesen psychischen Symptomen kommen mit einer depressiven Verstimmung aber oft auch körperliche Beschwerden einher. In einer Münchner Studie wurde nun verdeutlicht wie stark das Herz darunter leiden kann. Demnach sind Depressionen für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein ähnlich großer Risikofaktor wie die Klassiker Bluthochdruck, Übergewicht und Rauchen. Vorerst beschränkt sich diese Erkenntnis auf Männer, da Frauen bei der Erhebung nicht untersucht wurden.

Auslöser und Veranlagung

Schätzungen zufolge sind fast 20% der Menschen zumindest einmal im Leben von einer depressiven Episode betroffen. In vielen Fällen gibt es dafür einen direkten Auslöser wie etwa eine besonders schmerzhafte Trennung oder den Tod eines nahen Angehörigen. Dennoch ist auch die Veranlagung eines Menschen ein entscheidender Faktor, manche sind für psychische Probleme genetisch bzw. charakterlich bedingt anfälliger als andere. Depressive Verstimmungen sollte man jedenfalls nie auf die leichte Schulter nehmen.

Ein bisschen Sport darf sein

Wenn Sie bei sich selbst über einen längeren Zeitraum hinweg starke Traurigkeit oder Antriebslosigkeit beobachten, sollten Sie eventuell über professionelle Hilfe nachdenken. Im Rahmen einer Psychotherapie können zugrundeliegende Probleme aufgearbeitet und eventuell gelöst oder verbessert werden. Wer einfach nur einen Schub braucht, um ein kleines Stimmungstief zu überbrücken, ist mit Sport ganz gut beraten. Denn dadurch werden Glückshormone ausgeschüttet, die die Laune automatisch etwas anheben.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


19.01.2017

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