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Cute aggression: Zum anbeißen süß

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Wenn das Kindchenschema zu effektiv ist, kann das auch mal für Aggressionen sorgen. (Tomsickova / Fotolia)

Manche Dinge sind so süß, dass sie uns schon fast aggressiv machen. "Cute aggression" ist keine Störung, sondern ein evolutionär begründetes Phänomen.

Große Augen, ein süßes Lächeln und unfassbar weiche Backen - Kennen Sie das Gefühl, Babys so süß zu finden, dass sie am liebsten abbeißen würden? Um Ihre mentale Gesundheit brauchen Sie sich in diesem Fall keine Sorgen zu machen, denn die sogenannte "cute aggression" ist ein weit verbreitetes Phänomen.

Neuraler Prozess

An der University of California konnten Wissenschafter nun erstmals belegen, dass der Aggression gegenüber besonders süßen Lebewesen ein neuraler Prozess zugrunde liegt. Bei der Untersuchung bekamen die Studienteilnehmer Bilder von Tieren und Babys zu sehen. Sie mussten deren Niedlichkeit bewerten, während ein Elektroden-Helm die Vorgänge im Hirn maß.

Überwältigend süß

Demnach trat die Aggression vor allem dann auf, wenn ein Teilnehmer ein Bild so süß fand, dass er nach eigenen Angaben nicht damit umgehen konnte. Die Forscher vermuten dahinter einen Kniff der Evolution. Sollten wir ein Baby als so überwältigend süß empfinden, dass wir uns tatsächlich nicht mehr darum kümmern können, wäre das problematisch. Hier kommt die "cute aggression" als Ausgleich ins Spiel, um für Vernunft zu sorgen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


11.12.2018

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