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7 Fakten über Angststörungen

Frau hat Angst und knabbert an ihren Fingernägeln
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Von einer Angststörung sind vor allem junge Menschen häufig betroffen. (Pixabay.com)

Zum Glück ist kein Mensch richtig furchtlos, denn Angst übt auch immer eine Warnfunktion aus. Wenn die kurz- und langfristigen Sorgen aber Überhand nehmen, spricht man von einer Angststörung.

Sich vor einer realen Bedrohung zu fürchten ist ein natürlicher Instinkt, der uns in brenzligen Situationen immer wieder vor falschen Entscheidungen schützt. Angst ist also, wenngleich in der Gesellschaft oftmals als negativ angesehen, wichtig und gut. Weniger positiv sind hingegen Angststörungen. Betroffene machen sich dabei regelmäßig große Sorgen, obwohl keine echte Gefahr besteht.

Verschiedene Auslöser

Ausgelöst können sie durch einen fehlerhaften Mechanismus der Nerven-Botenstoffe im Gehirn werden. Außerdem gibt es äußere Ursachen, wie etwa Stress, Mobbing oder der Tod eines Angehörigen. Die Symptome variieren je nach Art der Angststörung, sind prinzipiell aber an den bereits erwähnten großen Sorgen ohne Grund zu erkennen. Eine neue Studie hat nun alte Untersuchungen analysiert, um 7 wesentliche Merkmale von Angststörungen zusammenzufassen:

Fakt 1 über Angststörungen: Frauen betroffen

Frauen sind wesentlich öfters von Angststörungen betroffen als Männer, ihr Risiko ist zirka doppelt so hoch. Unabhängig von der Zeit oder vom Ort war dies in allen untersuchten Studien deutlich zu erkennen.

Fakt 2 über Angststörungen: Risikogruppe jung

Mit der Ausnahme von Pakistan, wo Menschen mittleren Alters am gefährdetsten sind, ist eine Angststörung in allen untersuchten Ländern bei Menschen unter 35 am häufigsten. Wieso das so ist, wird durch die Analyse unklar, ein möglicher Grund könnte der Stress durch das Arbeitsleben sein.

Fakt 3 über Angststörungen: Spielsüchtige gefährdet

Jene Menschen, die bereits von einer Internet- oder Spielsucht betroffen sind, haben auch ein erhöhtes Risiko für Angststörungen. Demnach trifft es jeden dritten Spielsüchtigen, bei einer Internetsucht ist die Wahrscheinlichkeit etwa doppelt so hoch wie bei anderen Menschen.

Fakt 4 über Angststörungen: Kommt selten allein

Betroffene haben in vielen Fällen nicht nur diese, sondern auch noch eine andere psychische Erkrankung. Zwischen 13 und 28% der Menschen mit bipolarer Störung haben auch eine Angststörung, bei jenen, die von Schizophrenie betroffen sind, sind es 12%.

Fakt 5 über Angststörungen: Zusammenhang mit anderen Krankheiten

Das Erhalten einer erschütternden Diagnose kann offensichtlich auch zum Ausbruch von Angststörungen führen. So ist die Wahrscheinlichkeit etwa bei Menschen mit Herzerkrankung wesentlich höher, ebenso bei Krebspatienten. Ein klarer Zusammenhang ist auch mit Diabetes zu erkennen.

Fakt 6 über Angststörungen: Trauma als Faktor

Wenig überraschend sind auch traumatische Erlebnisse ein häufiger Auslöser. Kriegsveteranen, die im Kampf einen oder mehrere Körperteile verloren haben, sind stark gefährdet. Besonders häufig sind Angststörungen bei Menschen, die einen sexuellen Missbrauch erfahren haben.

Fakt 7 über Angststörungen: Achtung bei Schwangerschaft

Immer häufiger ist in jüngster Zeit von postpartalen Depressionen zu lesen. Dabei handelt es sich um eine psychische Krise, welche Frauen trifft, die gerade ein Kind zur Welt gebracht haben. Der mit einer Schwangerschaft sowie den Monaten danach verbundene Stress erhöht auch das Risiko einer Angststörung.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


08.06.2016

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