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Sport, Licht und Smartphone-App sollen ADHS heilen

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ach aktuellen Schätzungen ist jedes fünfte Kind von ADHS betroffen. (goldencow_images - Fotolia.com)

Das als ADHS besser bekannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom hat sich in der Medizin als ernstzunehmendes Problem etabliert. Ein neuer Behandlungsansatz setzt auf Licht und Sport.

Mit der Diagnose Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom - oder einfach ADHS - haben so manche Leute älteren Semesters ihre Probleme. Kinder, die signifikante Konzentrationsprobleme zeigen, habe man früher ja schlichtweg als "schlimm" bezeichnet, lautet ein oft gehörtes Argument. In der Medizin erfährt das Syndrom als spezifische Symptomatik mittlerweile aber breite Anerkennung. Umso wichtiger ist es, sinnvolle therapeutische Maßnahmen zu finden.

Aktuell nur Medikamente

Bislang wird ADHS fast ausschließlich mit Medikamenten behandelt, deren Effizienz teilweise zu wünschen übriglassen. Wie aus einer Pressemitteilung der Universität Frankfurt hervorgeht, wird dort aktuell an einer Herangehensweise gearbeitet, die auf ganz simple Methoden setzt. Demnach sollen die Symptome der ADHS-Betroffenen mit Lichttherapie und vielen Sporteinheiten reduziert werden. Ein ähnliches Vorgehen hat sich bei der Behandlung von Depressionen bereits als zielführend erwiesen.

Umstrittene Diagnose

Experten gehen davon aus, dass etwa 5% aller Kinder zwischen 3 und 17 Jahren ADHS haben, wobei die Diagnose bei Jungen wesentlich häufiger gestellt wird. Mädchen neigen hingegen stärker zum artverwandten Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), bei der die auffällige Hyperaktivität allerdings ausbleibt. Insbesondere bei Eltern ist das Syndrom alles andere als umstritten, viele scheuen sich davor, vermeintlich alltägliche Probleme mit einer Krankheitsbezeichnung zu versehen.

App als Motivation

Untersuchungen haben jedoch klar gezeigt, dass Kinder mit ADHS-Diagnose später stärker zu Depressionen neigen, auch die Entwicklung von Übergewicht ist wahrscheinlicher. Kinder regelmäßig mit Medikamenten zu versorgen ist für viele Eltern verständlicher Weise ein unangenehmer Gedanke. Umso mehr könnte die Licht- und Sporttherapie ein passender Ansatz sein. Entwickelt werden soll auch eine Smartphone-App, die die Betroffenen zum Einhalten der sportlichen Aktivitäten motiviert.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


14.03.2018

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