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Unbeschwert in ferne Länder reisen

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Mit der richtigen Vorbereitung müssen exotische Reiseziele kein Tabu sein. (Maridav - Fotolia.com)

Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters REISEMEDIZINCHECK

Bei aller Vorfreude auf die große Reise schwirrt im Hinterkopf mancher Weltenbummler möglicherweise der Gedanke herum, sich "etwas einfangen" zu können. Mit der entsprechenden Vorbereitung wird der Reiseantritt unbeschwerter.

Welche gesundheitlichen Risiken eine Reise in ferne Länder mit sich bringen kann, lässt sich nicht per se an der Wunschdestination festmachen. Eine größere Rolle spielen die individuellen Vorlieben und Gewohnheiten der Weltenbummler. Wer etwa mit dem Rucksack in touristisch wenig bis gar nicht erschlossenen Gebieten unterwegs ist, in einfachen Quartieren übernachtet und sich ernährt wie ein Einheimischer, geht sicherlich ein höheres Gesundheitsrisiko ein als der Pauschaltourist im All-inclusive-Resort. "Natürlich sind in manchen Ländern die hygienischen Standards niedriger als in anderen. Vor allem aber kommt es auf das Reiseverhalten jedes Einzelnen an", weiß Prof. Dr. Herwig Kollaritsch, Facharzt für Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin.

 

Zwar gibt es diverse Plattformen, auf denen man sich einen ersten Eindruck über die Situation im jeweiligen Reiseland machen kann, eine individuelle Beratung für eine gute Vorbereitung ersetzen diese jedoch nicht. "Da gibt es permanent Änderungen. Es kann in bestimmten Regionen zu Ausbrüchen verschiedener Krankheiten kommen, die nach einigen Monaten verschwinden und woanders wieder auftauchen", weiß Prof. Kollaritsch vom Zentrum für Reisemedizin in Wien. Welche Vorkehrungen, wie etwa Impfungen, im Vorfeld zu treffen sind, hängt also stark von der Art der Reise, dem Alter der Reisenden und vielen weiteren Faktoren ab. Je besser und konkreter die Planung, desto gezielter können die Maßnahmen getroffen werden, um sich vor gefährlichen Erkrankungen – wie Typhus, japanischer Enzephalitis, Cholera und Co. – zu schützen.

Denkt man allein an Malaria, gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich zu schützen. Wer sich beispielsweise für eine Chemoprophylaxe entscheidet, hat zwar die Sicherheit, geschützt zu sein, nimmt aber Nebenwirkungen in Kauf. Ein Medikament, das der Reisende nur im Fall der Fälle selbst einnimmt, birgt für medizinische Laien das Risiko einer falschen Anwendung. Auf jeden Fall sollte jedoch Insektenschutz – Moskitonetz, Repellents wie etwa der "Moskito Guard" und lange Kleidung –im Reisegepäck nicht fehlen. "Durch Insekten, Mücken aber auch Zecken, können mehr als 100 Krankheiten übertragen werden. Dazu gehören auch Dengue-Fieber in Asien oder das Zika-Virus in Südamerika", so Prof. Kollaritsch.

 

Von der prophylaktischen Einnahme eines Breitbandantibiotikums "für alle Fälle" rät der Tropenmediziner ab – zum einen wegen des Problems der zunehmenden Resistenzen, zum anderen bedürfe dies einer entsprechenden Gebrauchsschulung. Auch bei bester Vorbereitung kann eine Erkrankung im Reiseland nicht ausgeschlossen werden. Kollaritsch empfiehlt daher: "Eine Repatriierung ist sehr teuer und deshalb zahlt sich der Abschluss einer guten Reise-Rückholversicherung auf jeden Fall aus." Auch rät er, sich eine Liste mit wichtigen Kontakten vorzubereiten. Diplomatische Vertretungen, deutschsprachige Vertrauensärzte oder relevante Versicherungen können sich im Ernstfall als "Retter in der Not" erweisen.

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ERSTELLUNGSDATUM


08.03.2018
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