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Osteopathie in der Schwangerschaft

Osteopathie in der Schwangerschaft
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Osteopathen können bei verschiedensten kleineren Beschwerden während der Schwangerschaft unterstützen. (karelnoppe / Shutterstock.com)

Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters OSTEOPATHIE

In einer für den Körper herausfordernden Zeit hält die Osteopathie viele Lösungen für Probleme des Alltags bereit.

Die Schwangerschaft ist eine sehr intensive Phase, in der sich der Körper an eine Vielzahl von Veränderungen anpassen muss. Durch diese hormonell und statisch bedingten Veränderungen kommt es oftmals zu unterschiedlichen Beschwerden. Neben Hebamme und Gynäkologe kann auch der Osteopath bei vielen Problemen weiterhelfen. Bei der Untersuchung versucht der Osteopath zu evaluieren, wie der Körper und das System der Frau mit den veränderten Anforderungen der Schwangerschaft umgehen kann.

 

Der häufigste Grund für die Konsultation eines Osteopathen betrifft Beschwerden des Bewegungs- und Haltungsapparates. Dazu gehören:

  • Rückenschmerzen: mehr als die Hälfte der Schwangeren leiden unter Rückenschmerzen, vor allem Frauen unter 25 und über 35 Jahren
  • Mutterbanddehnung: Schmerzen im Leistenbereich
  • Ischias-Schmerzen: häufig ausgelöst durch den Druck des kindlichen Kopfes
  • Symphysen-Schmerz: durch den hormonellen Einfluss lockern sich die Bänder
  • Schmerzen am Rippenbogen: vor allem im letzten Drittel aufgrund eines "Platzproblems"

Unterstützung in allen Phasen der Schwangerschaft

Unabhängig von Beschwerden kommen schwangere Frauen auch gern zur Geburtsvorbereitung in die osteopathische Praxis. Eine osteopathische Behandlung tut dem Kind und der Mutter gut: sie fördert ein gleichmäßiges Wachstum der Gebärmutter und die Durchblutung der Plazenta. Der Beckenboden wird vorbereitet und eine optimale Beweglichkeit der Wirbelsäule und des Beckens erarbeitet. Mit sanften Techniken versucht der Osteopath, die Strukturen des Beckenrings und der beteiligten Weichteile auf den Geburtsvorgang einzustellen.

 

Eine osteopathische Behandlung kann die schwangere Frau in allen 3 Trimestern unterstützen. In einigen Lehrbüchern wird von einer Behandlung in den ersten 12 Wochen abgeraten. Grund dafür ist meistens die rechtliche Absicherung des Therapeuten, da in dieser Zeit das Risiko eines Spontanabortes insgesamt erhöht ist.

 

Viele Osteopathen haben sich auf Behandlungen im gynäkologischen Bereich spezialisiert. In Österreich wird von der WSO (Wiener Schule für Osteopathie) und von der IAO (International Academy of Osteopathy) eine postgraduate Zusatzqualifikation angeboten, die sich auf Frauengesundheit spezialisiert. Ein umfangreiches Wissen zur osteopathischen Behandlung gynäkologischer Problemstellungen bzw. Unterstützung in der Schwangerschaft wird erlernt.

AUTOR


Melanie Lette
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


20.02.2020
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