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Osteopathie bei Rückenschmerzen

Osteopathie als Lösung bei Rückenschmerzen?
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Rückenschmerzen haben sich in der westlichen Welt als Volkskrankheit etabliert. (fizkes / Shutterstock.com)

Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters OSTEOPATHIE

Immer mehr Menschen sind von Rückenschmerzen betroffen. Welche Lösungen hält die Osteopathie für das Problem parat?

Rückenschmerz ist in vielen Ländern der westlichen Welt eine Volkskrankheit. Gerade sitzende Tätigkeiten wie ein Bürojob bringen auf Dauer sehr oft Rückenschmerzen mit sich. Aus Sicht der Osteopathie kann die Ursache dafür tiefer im Körper liegen.

Rückenschmerzen sind nicht immer gleich

Rückenbeschwerden äußern sich individuell sehr unterschiedlich. Das bezieht sich einerseits auf den Art des Schmerzes. So kann es sich um ein ständiges Ziehen, ein Drücken oder aber ein Stechen handeln. Außerdem variieren Regelmäßigkeit und Dauer der Beschwerden. Manche haben nur kurzzeitig oder zu gewissen Tageszeiten Rückenschmerzen, andere sind seit vielen Jahren dauerhaft davon betroffen. So vielfältig wie seine Erscheinungsformen sind, so vielfältig können auch die Gründe für das Auftreten des Rückenschmerzes sein.

Die Ursache für Rückenschmerzen liegt oft tiefer

Rückenschmerzen sind oft ein Problem der Wirbelsäule oder eines der Muskulatur, die die Wirbelsäule am Rücken umgibt. Was jedoch häufig vergessen wird, ist, dass es auch eine Vorderseite der Wirbelsäule gibt, welche ebenso ursächlich für die Beschwerden sein kann. Ein klassisches Beispiel ist die weibliche Periode. Obwohl die Ursache der Beschwerden hier im Unterleib liegt, klagen Frauen oft über Schmerzen im unteren Rücken.

 

Hier ist der Zusammenhang von Rückenschmerzen und inneren Organen völlig logisch. Folglich können auch Veränderungen im Bauchraum, wie Verklebungen nach Operationen oder Entzündungen, zu Rückenschmerzen führen. Löst man diese Verklebungen, so entfällt der Zug des Gewebes auf die Strukturen des Rückens und die Schmerzen lösen sich. Daher können auch eine erhöhte Spannung des Zwerchfells, Probleme mit dem Darm oder Probleme mit dem Unterleib Rückenschmerzen verursachen.

Mit Osteopathie den Ursprung der Rückenschmerzen behandeln

Die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Amerika entstandene Osteopathie bietet eine Möglichkeit, Rückenschmerzen entgegenzuwirken. Dabei geht es vor allem darum, mechanische Blockaden zu lösen, womit die Gewebe im Stande sein sollen, ihre normale Funktion wiederaufzunehmen. Osteopathen arbeiten vor allem am Bindegewebe und an faszialen Strukturen, um die Funktion von muskulo-skelettalen Bereichen, Organen, dem Immun-, Hormon- oder dem Nervengewebe wiederherzustellen. Für Osteopathen ist die Anamnese (Krankengeschichte) und eine ausführliche klinische Untersuchung wichtig und dafür ausschlaggebend, welche Strukturen schlussendlich behandelt werden.

 

Osteopathen versuchen etwaige Spannungen und Blockaden zu lösen. Die dabei angewendeten Methoden reichen von sehr sanften Techniken bis zu energischem Zupacken, um Strukturen zu manipulieren. Immer gleich ist jedoch die Denkweise über strukturübergreifende Zusammenhänge und die Verwendung ihres anatomischen und (patho)physiologischen Grundwissens.

 

In manchen Fällen können Rückenschmerzen auch als Indikator für eine ernstzunehmende Erkrankung auftreten. Umso wichtiger ist, dass der behandelnde Osteopath sowohl eine solide medizinische als auch eine adäquate osteoplastische Grundausbildung erfahren hat und schwerwiegenden Differentialdiagnosen erkennen kann.

AUTOR


Melanie Lette
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


27.01.2020
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