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Osteopathie bei chronischen Schmerzen

Frau mit chronischen Schmerzen sitzt am Sofa
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Steht die Schulmedizin an, ist die Osteopathie oftmals eine gute Unterstützung gegen chronische Schmerzen. (fizkes / Shutterstock.com)

Dieser Artikel ist Teil des Themenschwerpunktes OSTEOPATHIE

Im Unterschied zu klassischen medizinischen Behandlungsmethoden geht die Osteopathie ganz speziell auf den Körper und seine Probleme ein.

Der Osteopath nähert sich dem Gewebe tastend mit seinen Händen – damit befundet und behandelt er unterschiedliche Teile des Körpers: Knochen, Gelenke, Faszien, Muskeln, Organe, Nerven und Gefäße. Menschen mit chronischen Beschwerden und Schmerzen profitieren oft von der ganzheitlichen Methode.

Behandlungsprinzipien der Osteopathie

"Find it, fix it, leave it alone" – Dieser Satz fasst die Behandlungsprinzipien, die der amerikanische Arzt und Begründer der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still, erarbeitet hat, zusammen. Jeder Handgriff, jede Behandlung sollte gerade intensiv genug sein, dass eine Bewegungseinschränkung oder eine Verkrampfung sich selbst ausbalancieren kann. Ein wichtiger Bestandteil jeder Behandlung ist die anschließende Selbstregulation.

Ganzheitliche Problemlösung

Fundierte Kenntnisse über jedes Gewebe und deren vielfältige Wechselwirkungen untereinander zeichnen den Osteopathen aus. Diese Kenntnisse setzt er ein und versucht damit, die unterschiedlichen Probleme des Körpers zu lösen:

  • Stauungen, bei welchen Blut oder Lymphe nicht mehr ungehindert abfließen können, entstehen, wenn die Beweglichkeit der Gewebe vermindert ist.
  • Sogenannte Unterbrechungen entstehen durch Verstauchungen, Entzündungen, Fehlbelastungen, Narben, Verklebungen, bestimmte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten.

 

Besonders zu berücksichtigen ist, dass eine Verletzung an einem Gewebe an ganz anderer Stelle ein Symptom auslösen kann. Ebenso kann eine lange zurückliegende Verletzung durch eine kleine Irritation massive Beschwerden auslösen. Das ist einer der Gründe dafür, dass Patienten mit chronischen Beschwerden oft lange keine abschließende Diagnose erhalten. Der Osteopath macht es sich zur Kernaufgabe, die ursprüngliche Ursache für die Beschwerden ausfindig zu machen – nicht das schmerzhafte Gewebe muss dann behandelt und korrigiert werden, sondern der grundsätzliche Verursacher.

 

Ein Beispiel: Kreuzbein und Hinterhaupt sind über die Rückenmarkshaut miteinander verbunden. Ein Sturz auf das Kreuzbein (unterer Rückenbereich) kann über seine Verbindung zum Schädel im Laufe der Zeit – wenn der Sturz längst vergessen ist – zu Kopfschmerzen führen. Hier nützt dem Osteopathen das Wissen um die Verbindungen der Knochen. In vielen Fällen ist eine Kombination aus schulmedizinischen Maßnahmen und der Osteopathie ein Schlüssel zum Erfolg.

AUTOR


Melanie Lette
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


28.05.2020
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