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Weihnachten mit Menschen mit Demenz: 5 Tipps

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Gemeinsame Aktivitäten können bei dementen Personen angenehme Erinnerungen hervorrufen. (tan4ikk - Fotolia.com)

Besondere Düfte, Weihnachtsmusik oder auch glitzernde Lichterketten können bei Menschen mit Alzheimer-Demenz im Advent und zu Weihnachten positive Erinnerungen hervorrufen.

Kekse backen, das Schmücken des Christbaums oder das Betrachten alter Weihnachtsbilder - es gibt viele Möglichkeiten bei Angehörigen mit Demenz angenehme Gefühle und Gedanken an frühere Gewohnheiten wachzurufen. Dabei kann es helfen, im kleinen Kreis zu feiern, wie die folgenden 5 Tipps zeigen:

Tipp 1: Verständnis und Wertschätzung

Gerade für Angehörige stellt sich vielfach die Frage, ob und wie es Sinn macht mit ihren dementen Verwandten Weihnachten zu feiern. Wie wird es dem Betroffenen gehen, wird das ganze Drumherum ihn nicht sehr beunruhigen? Doch gerade ein behutsames Miteinander und das Teilen von gemeinsamen vergangenen Erlebnissen können für besondere Momente sorgen.

Tipp 2: Kleine Erfolgserlebnisse

Alles ist sinnvoll, was die Betroffenen entspannt und fröhlich macht. "Selbst wenn Menschen mit Demenz nicht mehr in der Lage sind zu sprechen und Worte nicht mehr verstehen, wissen wir, dass Erinnerungen verbinden. Es sind die besonderen Momente oft aus der Kindheit, die als besonders empfunden werden und Lebensfreude vermitteln", erklärt Univ.-Prof. Dr. Stefanie Auer, Professorin für Demenzstudien und wissenschaftliche Leiterin der MAS Alzheimerhilfe.

Tipp 3: Gemeinsame Rituale leben

Versuchen Sie das Fest mit und für Ihren Angehörigen so zu gestalten, dass viele Erinnerungen wachgerufen werden, z. B. durch gemeinsames Keksebacken, mit dem Aufstellen der gewohnten Krippe, durch Vorlesen aus einem alten Buch, durch gemeinsames Schmücken des Baums oder auch durch Klingeln der "Christkindglocke".

Tipp 4: Nicht überfordern

Eine entspannte Atmosphäre ist für Personen mit Demenz besonders wichtig. Daher wenn möglich im kleinen, vertrauten Kreis feiern, mit einem überschaubaren Programm und ohne (Fernseh-)Geräuschkulisse im Hintergrund.

Tipp 5: Die Wahl des Weihnachtsgeschenkes

Die Geschenke sollten an das jeweilige Stadium der Demenz angepasst sein. Besonders wichtig ist das positive Gefühl, welches das Präsent hervorrufen soll - sei es durch einen Bildband von der Region oder einem früheren Lieblingsparfum. In einem späteren Stadium der Demenz kann es auch ein Geschenk sein, das den Tast- und Berührungssinn anspricht, wie eine Kuscheldecke oder ein Massageball.

AUTOR


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


18.12.2017

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