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Warum schlafen meine Arme nachts ein?

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Übt die Schlafposition zu viel Druck auf die Nerven aus, kann der Arm nachts einschlafen. (Iakov Filimonov / Shutterstock.com)

Nachts aufzuwachen, weil die Arme eingeschlafen sind und unangenehm kribbeln, ist nervig. Warum passiert es und was kann man dagegen tun?

Starkes Kribbeln, Taubheitsgefühl und Ameisenlaufen – jeder kennt das Gefühl eingeschlafener Körperteile. In der Fachsprache wird dafür der Begriff Parästhesie verwendet. Nach medizinischer Definition handelt es sich um Fehlempfindungen, die auf der Schädigung von Nervenfasern beruhen. Es kommt zu Empfindungen, welche sich nicht durch einen äußeren physikalischen Reiz erklären lassen.

Warum schlafen Arme und Beine ein?

Eine Parästhesie verschwindet in der Regel so schnell wie sie gekommen ist und bietet zumeist keinen Grund zur Sorge. Treten die Missempfindungen allerdings sehr häufig auf, sind auch ernste Ursachen denkbar. Für regelmäßige Parästhesien können unter anderem sorgen:

 

 

Als Anzeichen für eine noch nicht diagnostizierte, schwere Krankheit sind Parästhesien in aller Regel aber nicht zu interpretieren. Häufig lässt sich das Phänomen ohnehin nur in bestimmten Situationen beobachten. Ein weitverbreiteter Klassiker ist etwa das Einschlafen der Arme während der Nacht. Viele Menschen erwachen aufgrund des unangenehmen Kribbelns sogar aus dem Schlaf.

Was hilft gegen eingeschlafene Arme?

Nächtliche Parästhesie hängt in den meisten Fällen mit der Schlafposition zusammen. Üben wir aufgrund unserer Haltung zu viel Druck auf bestimmte Nerven aus, kommt es recht rasch zum typischen Ameisenlaufen. Passiert dies regelmäßig, ist eine Änderung der Schlafgewohnheiten daher der erste Schritt. Versuchen Sie vor dem Einschlafen die Position so anzupassen, dass Ihre Arme genügend Raum zum Atmen haben und nicht unter dem Oberkörper eingeklemmt werden.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Ein Arztbesuch ist im Zusammenhang mit eingeschlafenen Armen nur selten notwendig. Vorsicht ist allerdings angebracht, wenn es zusätzlich zu einem der folgenden Symptome kommt:

 

  • Sehprobleme
  • Taubheitsgefühl im Gesicht
  • Sprechschwierigkeiten
  • Orientierungsprobleme
  • Schwächeanfall

 

Besteht auch nur ein leichter Verdacht auf einen Schlaganfall oder eine andere schwerwiegende Ursache, sollte prinzipiell immer die Rettung gerufen bzw. ein Arzt aufgesucht werden.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


11.07.2019
QUELLEN
Multiple Sklerose verstehen und behandeln: Hintergründe und Studienergebnisse, Untersuchung und Behandlung, R. Steinlin Egli et. al., Springer Verlag, 1. Auflage, Berlin, 2011

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