×

Wie aggressiv machen Killer-Spiele wirklich?

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Aggressive Inhalte in Videospielen können beim Spieler aggressives Verhalten fördern. (yavyav / Fotolia)

Eine aktuelle Studie bringt neues Leben in die Diskussion rund um aggressive Videospiele.

Die Videospiel-Industrie sieht sich schon seit vielen Jahren mit einer anhaltenden Debatte konfrontiert. Spiele, in denen Gewalt in irgendeiner Form eine zentrale Rolle einnimmt – von manchen Medien auch gerne mal als "Killer-Spiele" bezeichnet – würden bei zockenden Jugendlichen und Kindern  Aggressionen fördern. So lautet eine kontrovers diskutierte These, zu der es auch in der psychologischen Forschung verschiedene Haltungen gibt.

Kritikpunkte ins Visier genommen

An einer englischen Universität wurde nun eine Untersuchung durchgeführt, die in dieser Debatte eine klare Stellung einnimmt. Das Forscherteam hat anhand 24 früherer Studien die Daten von 17.000 jungen Menschen im Alter zwischen 9 und 19 Jahren analysiert. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen dem Konsum aggressiver Videospiele und aggressivem Verhalten zu belegen. Zunächst identifizierten sie die 3 häufigsten Kritikpunkte an dieser These:

 

  • Der Zusammenhang wird überschätzt, da "aggressives Verhalten" oft viel zu lasch definiert ist.
  • Andere Faktoren, die Aggressionen fördern können, werden in entsprechenden Studien meist außen vor gelassen.
  • In der Forschungsszene gibt es Vorurteile gegenüber Studien, die keinen Zusammenhang zwischen Videospielen und Aggressionen erkennen.

Einsprüche widerlegt

Eben diese Kritikpunkte nahmen sich die Forscher zur Brust. So beschränkten sie sich in ihrer Analyse auf jene Studien, die nur "ernsthafte" Fälle von Aggression behandelten – zum Beispiel Jugendliche, die in Schlägereien verwickelt waren. Auch in dieser Auswahl zeigte sich ein klarer Zusammenhang. Für das Ignorieren anderer Faktoren, sowie das Auftreten von Vorurteilen, fanden sie zudem keinerlei Hinweise.

Tipps für den Umgang mit Videospielen

Unterm Strich muss die Studie als ganz klares Indiz gesehen werden, dass Videospiele mit aggressiven Handlungen das Verhalten von Jugendlichen negativ beeinflussen können. Tipps für Eltern zum Umgang mit den neuen Medien geben unter anderem die Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von digitalen Spielen – unter www.bupp.at – sowie die Initiative www.saferinternet.at.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


09.10.2018

Ihre Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Cookies auf dieser Website.


gesund.at verwendet Cookies, um Ihr Nutzungsverhalten automationsunterstützt zu analysieren und Ihnen personalisierte Werbung einzublenden, die Ihren ermittelten Interessen entspricht. Sie können hier alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen


oder weitere Informationen in unsere Cookie-Richtlinie einsehen und sich dann entscheiden. Die erteilte Zustimmung können Sie jederzeit für die Zukunft widerrufen, lässt aber bereits auf Grund der erteilten Zustimmung erfolgte Verarbeitungen unberührt. minimed.at verwendet ebenso Cookies, um Ihnen die Nutzung von gesund.at zu ermöglichen und nutzerfreundlich zu gestalten und Zugriffe auf gesund.at zu analysieren. Diese Cookies können Sie hier abwählen.

Weitere Informationen zu den Cookies und den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten sowie zur Ausübung des Widerrufsrechtes finden Sie hier.