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Sonnenaktivität bei Geburt bestimmt Lebenserwartung

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Die Sonneneinstrahlung bei der Geburt könnte Einfluss auf unsere Lebenserwartung haben. (Pixabay.com)

Wie stark die Sonne zu der Zeit unserer Geburt auf die Erde strahlt, soll Auswirkungen auf unsere Lebenserwartung haben. Zu diesem Ergebnis kam eine norwegische Studie: Ganze 5 Jahre früher sterben Männer und Frauen, die zu einer ungünstigen Zeit geboren wurden.

Grund dafür ist der Sonnenfleckzyklus. Er wiederholt sich etwa alle 11 Jahre: Auf 8 Jahre mit niedriger Sonnenaktivität folgen 3 Jahre mit erhöhter Solartätigkeit. Diese letzten 3 Jahre stellen scheinbar für Ungeborene eine zellschädigende Belastung dar, die sich später in einer verkürzten Lebensdauer niederschlägt. Die gute Nachricht: Auch diejenigen, die während einer problematischen Phase im Sonnenfleckzyklus zur Welt gekommen sind, können durch einen gesunden Lebensstil Vieles wettmachen.

Zu wenig Sonne - zu viel Sonne?

Die Sonne nimmt täglich Einfluss auf unser Leben und unsere Gesundheit. 
Bekommen wir nicht genügend Tageslicht, kann ein Vitamin-D-Mangel entstehen, oder wir bemerken Symptome einer Winterdepression. Zuviel UV-Licht dahingegen ist schädlich: Hautkrebs, ein geschwächtes Immunsystem und frühzeitige Hautalterung sind häufige Folgen von unzureichendem Sonnenschutz der Haut.

Unterschiede in der Lebenserwartung

Ganz besonders sensibel auf starke UV-Wirkung scheinen laut der norwegischen Studie Ungeborene zu reagieren. Im Laufe des Erwachsenenalters durchleben wir mehrere Sonnenfleckzyklen und überstehen auch die besonders aktivitätsintensiven Phasen problemlos. Da sich Embryonen jedoch noch in der Entwicklung befinden, scheint es sich hier um eine besonders risikoreiche Zeit zu handeln, was die Sonneneinwirkung betrifft.

 

So wirkt sich hohe Solartätigkeit bei der Geburt aus:

  • Frauen: 5,1 Jahre kürzere Lebenserwartung (78 statt 83,1 Jahren)

  • Männer: 5,3 Jahre kürzere Lebenserwartung (72,4 statt 77,7 Jahren)

Gutes Einkommen schützt vor negativen Auswirkungen

Bei der Auswertung der Statistik, in der die Daten von fast 9.000 Menschen erhoben wurden, entdeckten die Wissenschafter einen interessanten Zusammenhang. Frauen, die eigentlich aufgrund ihres Geburtsjahres kürzer leben sollten, aber ein hohes Einkommen hatten, erreichten beinahe eine normale Lebensdauer. Vorangegangene Studien belegen, dass Menschen mit höherem Verdienst häufiger Sport betreiben, mehr Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen und sich gesünder ernähren. Ein positiver Lebensstil kann also frühkindliche schwierige Voraussetzungen bis zu einem gewissen Grad ausgleichen.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


09.01.2015

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