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Dank Smartphones droht Kurzsichtigkeit-Epidemie

Teenager mit seinem Smartphone
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Zu oft zu nah am Handy zu hängen kann Kurzsichtigkeit fördern. (junpinzon / Fotolia.com)

Praktisch simultan mit dem Erfolgslauf der Smartphones wird Kurzsichtigkeit in der westlichen Welt immer häufiger. Aus Sicht der Experten besteht ein klarer Zusammenhang.

Vor etwa zehn Jahren haben Smartphones begonnen, das Leben in der westlichen Welt wesentlich zu verändern. Mittlerweile sind zahlreiche Abläufe im Alltag von den intelligenten Mini-Telefonen geprägt, die uns jederzeit mit Informationen versorgen, die Kommunikation mit dem Rest der Welt ermöglichen und auf vielfältigste Weise unterhalten können. Dennoch werden immer wieder kritische Stimmen laut, die die modernen Wundergeräte als gesundheitliches Risiko einstufen.

Junge Menschen betroffen

Besonders relevant scheint eine neue Warnung von Augenärzten zu sein. Demnach hätten Smartphones großen Anteil daran, dass Kurzsichtigkeit in der westlichen Welt immer stärker zunimmt. Einer Studie der Universität Mainz zufolge sollen bereits mehr als die Hälfte der deutschen Abitur- und Hochschulabsolventen davon betroffen sein. Ganz klar ist ein bedenklicher Trend zu erkennen, der aus Sicht der Experten zumindest zum Teil auf Smartphones zurückzuführen ist.

Unumkehrbare Veränderung

Da wir unsere Handys meistens relativ nahe zum Sehorgan halten, werden die Augen zum Wachstum angeregt. Genau dieser Prozess lässt die Dioptrienzahl steigen und ist unumkehrbar. Zusätzlich, so die Argumentation vieler Augenärzte, würden viele junge Menschen aufgrund der Smartphones weniger Zeit im Freien verbringen und damit nicht ausreichend vom so wichtigen Tageslicht profitieren.

Berufliche Einschränkung

Prinzipiell können Brillen oder andere Sehhilfen Kurzsichtigkeit ganz gut abfangen, die Berufswahl ist je nach Schweregrad aber womöglich eingeschränkt. Ein klassisches Beispiel ist der Pilot, dessen Sehkraft für seine eigene Sicherheit sowie jene der Passagiere naturgemäß essentiell ist. Pilotenschulen haben bei der Aufnahme potentieller Auszubildender dementsprechend eine geringe Toleranzschwelle bezüglich Kurzsichtigkeit.

Handy-Nacken & Co.

Schon vor diesen neuen Erkenntnissen in der Augenheilkunde haben sich verschiedene Nachteile unserer täglichen Begleiter herauskristallisiert. Bedenklich ist unter anderem die oft schlechte Haltung der Nutzer, durch die der sogenannte Handy-Nacken gefördert wird. Des Weiteren haben Studien festgestellt, dass die Beleuchtung der Geräte unseren Schlafrhythmus beeinträchtigen können und insbesondere bei Jugendlichen verbreitet sich die Smartphone-Sucht rasend schnell. An den vielfältigen Nutzen der klugen Mobiltelefone gibt es keine Zweifel, die eigene Verwendung davon sollte aber stets kritisch hinterfragt werden.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


05.05.2017

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