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Blick auf Smartphone: 30 Kilos drücken auf Wirbelsäule

Smartphones beeinträchtigen unsere Haltung
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Bei einer gesunden Körperhaltung sind im Stehen und im Sitzen Wirbelsäule und Kopf in einer geraden Linie. (NakoPhotography / Shutterstock.com)

Nachrichten lesen, spielen, Internet-Surfen: Wie lange beschäftigen Sie sich täglich mit Ihrem Smartphone? Handys belasten einer Studie zufolge den Rücken massiv.

Die Haltung am Smartphone ist immer die gleiche: Beim Blick nach unten ist der Kopf nach vorne gebeugt. Der Druck auf die Wirbelsäule steigt, denn sie muss 5 mal so viel Gewicht ausgleichen, das bei einer geraden Sitz- oder Stehhaltung nicht auftreten würde. Die Österreicher sind im Schnitt täglich 1 Stunde am Smartphone – Die Studie der US-amerikanischen Forscher zeigt, dass RückenschmerzenBandscheibenvorfälle und Nackenschmerzen durch Smartphone-Nutzung entstehen können.

Smartphones verändern unsere Haltung

Bei einer gesunden Körperhaltung sind im Stehen und im Sitzen Wirbelsäule und Kopf in einer geraden Linie. Der Blick geht automatisch geradeaus. Die Realität sieht aber anders aus: Viele Menschen sitzen zusammengesunken und gekrümmt vor ihrem Schreibtisch – meist sind die Bildschirme zu tief positioniert, die Möglichkeit geradeaus zu sehen wird so genommen. Schlimmer noch: Smartphones. Der durchschnittliche Österreicher verbringt 1 Stunde täglich mit seinem Mobiltelefon – 1 Stunde, in der sein Kopf nach unten hängt.

 

Der Kopf eines Erwachsenen wiegt zwischen 4 und 6 Kilogramm. Umso weiter der Kopf nach vorne gebeugt wird, desto stärker drückt die Schwerkraft dieses Gewicht nach unten, auf die Wirbelsäule. Je nach Neigungsgrad vervielfacht sich das Gewicht folgendermaßen:

  • Leichte Neigung nach vorne: Bei einer Kopfneigung von 30 Grad wirken 12 Kilogramm auf die Halswirbelsäule

  • Smartphone-Haltung: Bei einer Kopfneigung von 60 Grad wirken 30 Kilogramm auf die Halswirbelsäule

 

Dadurch entstehen Verspannung in Rücken und Nacken, Kopfschmerzen sowie ein vorzeitiger Bandscheiben-Verschleiß, was widerum zu Bandscheibenvorfällen führen kann.

Smartphone-Blick: Was Sie tun können

Senken Sie statt des Kopfes nur den Blick auf das Display Ihres Smartphones oder führen Sie das Smartphone direkt vor Ihre Augen.

Dehn-Übungen für den Kopf

Die Forscher raten zu regelmäßigen Übungen, um den Kopf zu dehnen und Nackenverspannungen zu vermeiden. Ein einfache Übung, die Sie überall anwenden können: In gerader Haltung sitzend oder stehend, legen Sie den Kopf auf die Seite, bis Sie einen Dehn-Effekt spüren.

AUTOR


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


24.11.2014

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