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Warum rinnt die Nase eigentlich?

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Verkühlungen und kaltes Wetter sorgen für eine stärkere Durchblutung, was in weiterer Folge zum Nasenrinnen führt. (Pixabay.com)

Wenn es draußen besonders kalt ist oder wir einfach eine Verkühlung haben, hört die Nase manchmal einfach nicht auf zu rinnen. Aber woran liegt dieses Phänomen eigentlich?

Eine rinnende Nase kann nicht nur äußerst lästig sein, sondern ist im Winter auch kaum zu vermeiden. Insbesondere bei einer Erkältung ist es ein immer wieder kehrendes Symptom. Dabei bewirken Viren und Allergene eine stärkere Durchblutung, wodurch mehr Abwehrstoffe in die Nasenschleimhaut gelangen. In weiterer Folge schwillt die Nasenschleimhaut an und produziert verstärkt das Nasensekret, mit dem Fremdstoffe - vor allem Viren und Schmutz -  aus der Nase befördert werden sollen. Genau diese Produktion des Nasensekrets nehmen wir dann als das berüchtigte Nasenrinnen wahr.

Warum rinnt sie auch ohne Schnupfen?

Auch ohne Schnupfen kann das lästige Symptom auftreten, wenn es draußen zu kalt ist. Das liegt daran, dass die Nase auch für die richtige Temperatur unserer Atemluft zuständig ist. Binnen Bruchteilen einer Sekunde kann sie eingeatmete Luft auf über 30 Grad Celsius erwärmen. Genau für diesen Prozess muss die Nase aber gut durchblutet sein, umso mehr bei kalten Außentemperaturen. Die stärkere Durchblutung setzt wieder den gewohnten Ablauf in Gang und so kommt es bei Eiseskälte auch ohne Verkühlung zum Nasenrinnen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


09.10.2015
QUELLEN
HNO, T. Lenarz; H.-G. Boenninghaus, Springer Verlag, 14. Auflage, Berlin, 2012
Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, R. Probst et. al., Georg Thieme Verlag, 3. Auflage, Stuttgart, 2008

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