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Kleinkinder: Ärzte kritisieren Schlafmittel-Trend scharf

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Ein ruhig schlafendes Kleinkind ist nicht immer eine Selbstverständlichkeit. (Pixabay.com)

Kleinkinder können den Schlafrhythmus ihrer Eltern ganz schön durcheinanderbringen. Vom Trend, den Kleinen Schlafmittel zu geben, raten Ärzte aber ab.

So euphorisch sich die Momente nach der Geburt eines gesunden Kindes auch anfühlen mögen, für viele Eltern kommt schon bald die erste Ernüchterung. Gerade in den ersten Wochen neigen Babys dazu, ihre Aufpasser mit nächtlichen Schreieinlagen auf Trab zu halten. Das fordert auch den Rhythmus der Erwachsenen heraus, schließlich steht Durchschlafen in dieser Zeit nicht an der Tagesordnung.

Als Notlösung vertretbar?

Um dieser Problematik beizukommen setzen scheinbar immer mehr Eltern auf Schlafmittel für Kleinkinder. In diversen Internetforen lassen sich dazu sehr kontroverse Diskussionen finden. Was die einen als Notlösung verteidigen, wird von anderen als unverantwortlich verurteilt. Ärzte sprechen sich in der Regel sehr deutlich gegen diese Methode aus, sie sehen die Gefahr schwerwiegender Konsequenzen.

Schwere Schäden für das Kind

Eine regelmäßige Verabreichung von Schlafmitteln kann sowohl der Leber als auch der Niere des Kindes schaden. In Extremfällen sind auch Atemstillstände denkbar, wodurch eine akute Gefahr entstehen würde. Die Ausrede, den Kleinkindern ein bisschen mehr Schlaf verschaffen zu wollen, ist jedenfalls ungültig. In den allermeisten Fällen ist deren Rhythmus einfach ein anderer als der von Erwachsenen, an Schlafmangel leiden also höchstens die Eltern.

Ursachen erkennen

Wer aufgrund schlafloser Nächte einfach nicht mehr weiter weiß, sollte also besser einen lieben Verwandten oder engen Freund um Aushilfe bitten. Schlafmittel sind auch bei etwas älteren Kindern meistens keine gute Idee, da die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit besteht. Wenn ein Mensch - egal welchen Alters - nicht ausreichend schlafen kann, sollten Medikamente nur die letzte Konsequenz sein. Sinnvoller ist es, die Ursachen zu erörtern und eventuell zu therapieren.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


10.01.2017

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