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Schlafmangel fördert bei Teenagern das Risikoverhalten

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Schlafmangel kann bei Jugendlichen nicht nur zu Konzentrationsproblemen, sondern auch zu riskantem Verhalten führen. (Antonioguillem / Fotolia)

Für Jugendliche ist Schlafmangel indirekt ein großes Gesundheitsrisiko.

Teenager haben es nicht immer leicht. Schulstress, Zukunftsängste und aufreibende erste Erfahrungen in Sachen Liebe sorgen bei vielen jungen Menschen für komplizierte Jahre. Wie sicher man sich durch diese Zeit bewegt, hängt offensichtlich stark mit dem Schlafrhythmus zusammen. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher nach der Analyse der Daten von mehr als 67.000 High School-Schülern.

Mehr Alkohol, Tabak und Drogen

Demnach neigen jene Jugendlichen, die regelmäßig zu wenig schlafen, wesentlich stärker zu einem riskanten Verhalten. Empfohlen werden 8 bis 10 Stunden pro Nacht, bei einigen der Untersuchten waren es im Schnitt aber weniger als 6. Diese Gruppe gab doppelt so häufig an, Alkohol, Tabak oder Drogen zu konsumieren, ebenso war die Wahrscheinlichkeit, unter Alkoholeinfluss ein Auto zu lenken, verdoppelt. Außerdem war ein erhöhter Anteil der Betroffenen im Besitz einer Waffe oder schon mal in eine Schlägerei verwickelt.

Nur wenige Jugendliche schlafen genug

Der stärkste Zusammenhang wurde aber hinsichtlich der Tendenz zur Selbstverletzung erkannt. Unter den Jugendlichen mit Schlafmangel war die Suizidrate mehr als drei Mal so hoch wie jene der Vergleichsgruppe. Die Ergebnisse schockieren vor allem angesichts einer weiteren Statistik. Nur 30 % der Befragten gaben an, während der Schulwoche regelmäßig mehr als 8 Stunden zu schlafen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


02.10.2018
QUELLEN
"Dose-Dependent Associations Between Sleep Duration and Unsafe Behaviors Among US High School Students" von M. Weaver et al. In: JAMA Pediatrics, 2018. (02.10.2018)

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