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Ultraschall: Baby verzerrt Gesicht, wenn Mama raucht

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Im Video hält sich das Ungeborene die Hand vor den Mund, während Mama raucht. (University Dunham)

Eine Schwangere raucht: Ein ungeborenes Baby verzerrt das kleine Gesicht, hält sich die Hand vor den Mund. Ultraschall-Bilder, die zum Nachdenken anregen - in einem neuen Video aus England.

20 Babys wurden per 4-D Ultraschall "gefilmt". 16 der teilnehmenden Mütter rauchten regelmäßig auch während der Schwangerschaft weiter, 4 waren Nichtraucherinnen. Das inhalierte Nikotin gelangt über den Blutkreislauf direkt zu den Babys. Dort beeinflusst es das zentrale Nervensystem negativ. Rauchen während der Schwangerschaft hat langfristige Konsequenzen: Kinder werden mit einem niedrigeren Geburtsgewicht geboren, Wachstumsstörungen sind häufig. Babys sind aber auch ganz akut betroffen, wenn Mama raucht, wie das Video der Universität Durham zeigt.

Gesichtsverzerrung bei Stress

Bilder wie diese sind Wissenschafter schon länger bekannt: Babys verzerren im Bauch ihrer Mutter das Gesicht häufiger, wenn diese sehr gestresst oder an einer Depression erkrankt ist. Der Grund: Belastende Gefühle übertragen sich auf das Baby, das diese durch typische (Gesichts-)Bewegungen zum Ausdruck bringt.

 

Laut der neuen Untersuchung, die Mütter zwischen der 24. und der 36. Schwangerschaftswoche begleitet hat, wirkt Nikotin ebenfalls auf Babys Bewegungen in Mamas Bauch. Auch hier wird das Baby akut negativ beeinflusst. Nur ein Rauch-Stopp der Mutter, am besten bereits vor der Schwangerschaft, beugt diesen Gesichtsverzerrungen vor.

Rauchen des Vaters wird jetzt untersucht

Die Forscher möchten dies Untersuchung wiederholen - diesmal allerdings um den Zusammenhang ungeborener Babys und rauchender Väter zu untersuchen. Auch hier vermuten sie, dass der Passivrauch einen negativen Effekt auf den Gemütszustand der Kleinen hat. Idealerweise sollten beide Eltern Nichtraucher sein.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


25.03.2015

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