×

Droht uns eine Parkinson-Epidemie?

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Unkontrolliert zitternde Hände sind ein häufiges Symptom eines Parkinson. (GBALLGIGGSPHOTO / Shutterstock.com)

Experten prophezeien eine dramatische Zunahme an Parkinson-Erkrankungen in den kommenden Jahrzehnten.

Ganz oberflächlich ausgedrückt werden die Menschen immer älter. Hygienestandards sind ebenso wie die Möglichkeiten der Medizin besser als je zuvor und ermöglichen eine dementsprechend hohe Lebenserwartung. Diese positive Entwicklung geht aber mit einigen Veränderungen einher, die künftig auch Herausforderungen für die Gesellschaft darstellen werden. 

Nicht nur Demenz im Vormarsch

Das höhere Durchschnittsalter sorgt nicht zuletzt für einen Fallanstieg bei Krankheiten, die ausschließlich oder hauptsächlich im höheren Alter auftreten. In diesem Zusammenhang weisen Experten regelmäßig darauf hin, dass es in den nächsten Jahrzehnten aller Voraussicht nach eine übermäßige Anzahl an Demenz-Neuerkrankungen geben wird.

Bald mehr als doppelt so viele Betroffene

Die demographischen Veränderungen begünstigen aber auch die Nervenkrankheit Parkinson. Darauf weist Patrik Brundin, Experte für diese Krankheit und Chefredakteur eines entsprechenden Fachmagazins nun hin. Im Jahr 2040 dürfte es im Vergleich zu heute mehr als doppelt so viele Betroffene geben. Von dieser erschreckenden Statistik gehen Schätzungen aus.

Verringerte Dopamin-Produktion

Parkinson wurde erstmals im frühen 19. Jahrhundert als eigenstehendes Krankheitsbild erkannt. Bei der häufigsten Form kommt es zu einer reduzierten Produktion des wichtigen Botenstoffs Dopamin. In weiterer Folge sterben kontinuierlich bestimmte Nervenzellen im Gehirn ab. Als typischstes Symptom gilt ein Zittern der Arme und Beine in Ruhestellung.

Hoffnung auf Zusammenhalt

So düster die Aussichten auch zu sein scheinen, Brundin will seinen Lesern dennoch Hoffnung machen. Er glaubt an die Fähigkeit der Gesellschaft, drohende Epidemien abzuwenden oder zumindest im Rahmen zu halten. In diesem Zusammenhang verweist er etwa auf den Umgang mit dem HI-Virus bzw. AIDS. Entscheidend sei es, in den nächsten Jahren verstärkt auf diese Gefahr hinzuweisen, viele Forschungen anzutreiben und gewonnene Erkenntnisse schnellstmöglich umzusetzen.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


05.02.2019

Ihre Wahlmöglichkeiten hinsichtlich Cookies auf dieser Website.


gesund.at verwendet Cookies, um Ihr Nutzungsverhalten automationsunterstützt zu analysieren und Ihnen personalisierte Werbung einzublenden, die Ihren ermittelten Interessen entspricht. Sie können hier alle zustimmungspflichtigen Cookies akzeptieren oder ablehnen


oder weitere Informationen in unsere Cookie-Richtlinie einsehen und sich dann entscheiden. Die erteilte Zustimmung können Sie jederzeit für die Zukunft widerrufen, lässt aber bereits auf Grund der erteilten Zustimmung erfolgte Verarbeitungen unberührt. minimed.at verwendet ebenso Cookies, um Ihnen die Nutzung von gesund.at zu ermöglichen und nutzerfreundlich zu gestalten und Zugriffe auf gesund.at zu analysieren. Diese Cookies können Sie hier abwählen.

Weitere Informationen zu den Cookies und den Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten sowie zur Ausübung des Widerrufsrechtes finden Sie hier.