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Warum niesen wir?

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Mit dem Niesen wehrt sich unser Körper gegen Viren und Bakterien. (Kurhan - Fotolia.com)

Nicht zuletzt aufgrund der Lautstärke kann Niesen manchmal ganz schön lästig sein. Für den Körper ist es aber eine wichtige Funktion, die den Erhalt unserer Gesundheit fördert.

Niesen gehört zum Winter wie das Amen zum Gebet. Aber auch wenn wir gerade keinen Schnupfen haben, können Fremdkörper unsere Nase reizen und so für ein kräftiges "Hatschi!" sorgen. Dieser manchmal etwas lästige Vorgang ist für unseren Organismus ein äußerst wichtiger Schutzmechanismus. Denn mit dem Niesen versucht die Nase, Viren und Bakterien wieder loszuwerden. Mediziner gehen davon aus, dass es im Rückenmark ein Nieszentrum gibt, das auf Signale der Nasenschleimhaut reagiert und bei Bedarf den Niesvorgang auslöst.

Schleuder mit 160 km/h

Dieser ist übrigens relativ komplex, läuft im Prinzip aber immer gleich ab: Es kribbelt in der Nase, man holt erstmal tief Luft,  der Gaumen hebt sich. Dadurch wird die Verbindung zwischen Nase und Rachen unterbrochen, es staut sich die Luft in Lunge und Rachen an. Beim Niesen selbst entweicht der angesammelte Druck durch die Nase, dabei entstehen Geschwindigkeiten von 160 km/h, mit denen Luft und winzige Tröpfchen durch die Gegend geschleudert werden.

Bakterientransport

Obwohl der Vorgang so komplex ist, läuft er eigentlich immer reibungslos ab. Gesundheitsgefährdend ist das Niesen nämlich nicht, lediglich unterdrücken sollte man es nicht allzu oft. Ansonsten kann es nämlich in manchen Fällen zu Schädigungen des Mittelohrs oder Trommelfells kommen. So wichtig der Prozess für den eigenen Körper ist, so schädlich kann er für die Mitmenschen des Niesenden sein. Immerhin werden die Bakterien bis zu 3 Meter weit transportiert, wodurch Krankheiten oft sehr leicht übertragen werden.

AUTOR


Michael Leitner
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Mag. Silvia Feffer-Holik


ERSTELLUNGSDATUM


22.10.2015

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