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Studie: Nachbarschaft beeinflusst Herzinfarkt-Risiko

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Das Verhältnis zu den Nachbarn hat Einfluss auf das Herzinfarkt-Risiko (Pixabay.com)

Neben ungesundem Essen, mangelnder Bewegung oder etwa auch verschmutzter Luft, wollen US-Forscher nun auch die Qualität des sozialen Umfeldes als Risiko-Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausfindig gemacht haben.

Angesichts der weit verbreiteten Meinung, dass Geist und Seele eine Einheit bilden, sind die Ergebnisse der Langzeitstudie auch nachvollziehbar. Ernährung und Lebensstil wirken sich negativ auf die körperliche Verfassung aus, das ist umfangreich erforscht. Dass aber auch das nachbarschaftliche Verhältnis Einfluss auf das Herzinfarkt-Risiko hat, ist das Ergebnis einer Studie mit 5.000 Probanden. Hilfsbereite, verlässliche Nachbarn fördern das Sicherheitsgefühl und bestärken einen darin,  wichtiger Teil des Gemeinschaftsbundes zu sein. Das tut dem Geist und in infolgedessen auch dem Körper gut.

Gutes Nachbarschaftsverhältnis reduziert Herzinfarkt-Risiko um 67 %

Die groß angelegte Studie erstreckte sich auf Basis von 5.000, durchschnittlich 70 Jahre alten, Probanden, auf eine Dauer von 5 Jahren. Alle Teilnehmer wiesen zu Studienbeginn keinerlei Herzprobleme auf - was sich im Laufe des Versuchszeitraums jedoch veränderte. Denn zu Beginn mussten die Probanden auf einer Skala angeben, wie ihr nachbarschaftliches Verhältnis war. Das im "Journal of Epidemiology and Community Health" veröffentlichte Ergebnis verblüffte. 5 Jahre nach Studienbeginn verzeichneten die Wissenschafter 148 Todesfälle. Im Hinblick auf die erwähnte Skala kamen sie zum Schluss, dass diejenigen mit dem besten Verhältnis zu ihren Nachbarn ein um 67 % geringeres Herzinfarkt-Risiko aufwiesen.

 

Eric Kim von der Universität von Michigan fügt jedoch hinzu, dass weitere Parameter wie Übergewicht und Lebensstil zwar in die Ergebnisauswertung mit hinein geflossen seien. Genetische Veranlagungen, die auf ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko hindeuten könnten, wurden allerdings nicht erhoben. Das Ergebnis liefere daher keine 100%igen Rückschlüsse. Dass die Qualität der sozialen Einbettung für die Vitalität des Herz-Kreislauf-Systems aber bedeutsam ist, darüber sind sich die Forscher einig.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


20.08.2014

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