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Nach der Geburt: Babys erkennen Musik wieder

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Akustische Erfahrungen machen wir bereits in Mamas Bauch. (Pixabay.com)

Hören Babys im Mutterleib viel Musik mit, erkennen sie die Melodien als Neugeborene wieder. Wissenschafter vermuten, dass Kinder anhand früher musikalischer Eindrücke später mit neuen Umweltinformationen besser umgehen können, z.B. wenn es darum geht, ein Instrument zu lernen.

Finnische Forscher untersuchten im Rahmen einer Studie die Zusammenhänge zwischen Musikhören im Mutterleib und wie Babys bekannte Lieder wahrnehmen. Sie fanden heraus, dass Neugeborene Melodien wiederkennen, die sie - im Bauch der Mama - wiederholt gehört haben.

Musikalische Früherziehung in Mamas Bauch

"Twinkle twinkle little star" - dieses vor allem im englischen Sprachraum bekannte Gute-Nacht-Lied spielte ein finnischer Wissenschafter Föten in der 29. Schwangerschaftswoche immer wieder vor. Dieselben Babys bekamen im Alter von 4 Monaten den gleichen Song nochmals zu hören - allerdings mit einigen abgewandelten Tönen. Währenddessen waren die Kinder an einem EEG angeschlossen, um die Gehirnaktivität zu prüfen. Um einen tatsächlichen "Merkeffekt" nachweisen zu können, hörte eine Vergleichsgruppe von Neugeborenen zum ersten Mal die Melodie.

Die Ergebnisse der EEG-Aufzeichnungen sind verblüffend: Die Babys, die im Laufe der Schwangerschaft das Lied gehört hatten, zeigten eine stärkere Hirnaktivität als diejenigen Kinder, die nicht mit "Twinkle twinkle little star" vertraut waren. Die 4 Monate alten Säuglinge erkannten den Song trotz der Veränderungen wieder. Fazit: Wir kommen alle mit akustischen Erfahrungen auf die Welt, die sich auf unser späteres Empfinden von Tönen und Klängen auswirken.

AUTOR


Mag. Julia Wild
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


01.04.2014

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