×

Migräne natürlich behandeln: 10 Tipps

Diesen Artikel mit Freunden teilen
Geschickt eingesetzt, kann ein Tennisball bei Migräne Abhilfe schaffen. (fizkes / Shutterstock.com)

Medikamente sind nicht die einzige Möglichkeit, Migräne in den Griff zu bekommen. Wir stellen 10 natürliche Methoden vor.

Wenn sich zu starken Kopfschmerzen andere Symptome wie Übelkeit, Tonempfindlichkeit, Sehprobleme oder kribbelnde Hände gesellen, handelt es sich meistens um eine Migräneattacke. Viele Betroffene haben regelmäßig mit den Beschwerden zu kämpfen, die Ursachen sind nicht immer leicht zu ergründen. Sofern keine zugrundeliegende Krankheit diagnostiziert wird, greifen viele in der Therapie auf Schmerzmittel zurück. Wir stellen 10 natürliche Alternativen im Kampf gegen Migräne vor.

Migräne-Behandlung 1: Kopfschmerztagebuch

Ein Kopfschmerz- bzw. Migränetagebuch ist immer ein guter Anfang, um mehr über die eigenen Beschwerden zu erfahren. Halten Sie täglich möglichst viele Informationen fest: Welche Symptome hatte ich in welchem Ausmaß? Was habe ich gegessen? Wie lange habe ich geschlafen? Wie war meine Stimmung? So lassen sich neue Zusammenhänge erkennen und mögliche Auslöser können künftig umgangen werden.

Migräne-Behandlung 2: Ernährungsumstellung

Viele Menschen stellen bei genauerer Beobachtung fest, dass bestimmte Lebensmittel verlässliche Auslöser für ihre Migräneattacken sind. Häufige Übeltäter sind unter anderem:

 

Ein entsprechender Verzicht kann die Beschwerden lindern.

Migräne-Behandlung 3: Ausreichend trinken

Zu wenig Wasser ist ein gut vermeidbarer Auslöser von Kopfschmerzen und Migräne. Eine leichte Dehydration passiert recht schnell, da Durst oft nicht so stark wahrgenommen oder als Hunger fehlinterpretiert wird. Pro Tag sollte man mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser trinken. Im Sommer darf es gerne etwas mehr sein, da der Körper beim Schwitzen zusätzliche Flüssigkeit abgibt.

Migräne-Behandlung 4: Nackenmassage

Kopfschmerzen und Migräne hängen manchmal mit Verspannungen im Nacken- oder Schulterbereich zusammen. Massagen, die gezielt diese Bereiche behandeln, sorgen daher in einigen Fällen für eine Linderung der Beschwerden. Als kostengünstigere Alternative bietet es sich an, sich mit einem Tennisball entlang der Schultern und des Rückens selbst zu massieren.

Migräne-Behandlung 5: Kurze Massage der Hand

Die Stelle am Handrücken zwischen den Ansätzen von Daumen und Zeigefinger hat die Akupunktur als einen Punkt identifiziert, der gegen Migräne helfen kann. Üben Sie nacheinander an beiden Händen jeweils etwa 5 Minuten lang festen, aber nicht schmerzhaften Druck auf die entsprechende Stelle aus. Ideal sind massierende Kreisbewegungen. Ein zweiter Punkt, der Linderung verschaffen könnte, liegt an der Innenseite des Arms, etwa drei Finger unterhalb des Handgelenks

Migräne-Behandlung 6: Wärme- oder Kältekompressen

Kühlung erweist sich für viele Betroffene als Mittel zur Linderung. In selteneren Fällen entspannen auch wärmende Kompressen. Eine langfristige Besserung ist durch diese Art der Behandlung nicht zu erwarten, bei akuten Problemen kann sie aber wirksam sein.

Migräne-Behandlung 7: Gesunder Schlafrhythmus

Ein gesunder Schlafrhythmus ist essentiell für das allgemeine Wohlbefinden. Wer regelmäßig nachts zu kurz oder nicht richtig zur Ruhe kommt, riskiert neben eher harmlosen Beschwerden wie Stimmungsschwankungen auch langfristige gesundheitliche Probleme. Migräne zählt ebenso zu den möglichen Folgen. Empfohlen wird ein tägliches Mindestmaß von 7 Stunden Schlaf.

Migräne-Behandlung 8: Ingwer

In einer Studie wurde vor einigen Jahren die Wirkung von Ingwerpulver mit jener eines häufig verschriebenen Migräne-Medikamentes verglichen. Dabei konnte das Wurzelextrakt mit seinem Konkurrenten absolut mithalten. Sofern keine Unverträglichkeit vorliegt, ist Ingwer zumindest einen Versuch wert.

Migräne-Behandlung 9: Stressreduktion

Starker Stress erhöht bei vielen Betroffenen sowohl die Häufigkeit, als auch die Intensität von Migräneattacken. Hierbei besteht die Gefahr eines Teufelskreises – Migräne sorgt für Stress, welcher wiederum weitere Attacken fördert. Warme Bäder, Sport oder Rituale wie Musikhören können für Entspannung sorgen. Tieferliegende Stressauslöser sollten im Rahmen einer Psychotherapie behandelt werden.

Migräne-Behandlung 10: Yoga

Yoga kann die Durchblutung verbessern, Muskeln lockern und darüber hinaus auch noch Stress reduzieren. 2014 ergab eine Untersuchung, dass die aktuell so populäre Sportart dadurch eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Migräne-Therapie sein kann. Demnach erzielt die Behandlung bessere Ergebnisse, wenn der Betroffene zusätzlich einen Yoga-Kurs besucht.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


16.05.2019