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Sollten wir lieber weiß auf schwarz lesen?

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Immer mehr Menschen brauchen eine Brille. Liegt es am Lesen? (6okean / Fotolia)

Weißer Text auf schwarzem Hintergrund könnte die Kurzsichtigkeit-Epidemie bremsen.

Kurzsichtigkeit hat sich in vielen Ländern als Volkskrankheit etabliert. In manchen asiatischen Ländern sollen bis zu 90 % der Menschen betroffen sein. Als einer der Gründe für diese Entwicklung gilt Lesen. Ob Bücher, Zeitschriften oder vor allem diverse Nachrichten am Handy: Der moderne Mensch, so könnte man etwas überspitzt meinen, liest immer und überall. 

ON und OFF

Die genauen Ursachen dieses Zusammenhangs sind nach wie vor unerforscht, Wissenschaftler im deutschen Tübingen haben nun aber einen originellen Lösungsansatz vorgelegt. Ihrer neuen Studie zufolge sei es für die Augen wesentlich angenehmer, weißen Text auf dunklem Hintergrund zu verarbeiten als umgekehrt. Dies hängt mit den sogenannten ON- und OFF-Zellen der Netzhaut zusammen.

Leichter für das Auge

ON-Zellen reagieren in erster Linie bei einem hellen Zentrum und einer dunklen Peripherie, während OFF-Zellen vor allem bei einem dunklen Zentrum vor hellem Hintergrund aktiv werden. Anders ausgedrückt: Schwarzer Text auf weißem Hintergrund stimuliert die OFF-Zellen, weißer Text auf schwarzem Hintergrund die ON-Zellen.

Weitere Untersuchungen notwendig

Frühere Tieruntersuchungen haben gezeigt, dass eine starke Stimulation der OFF-Zellen den Augen eher schadet. In der aktuellen Studie wurden die Probanden in zwei Gruppen unterteilt - weißer Text auf schwarzem Hintergrund und schwarzer Text auf weißem Hintergrund. Nach nur einer Stunde Lesen zeigten sich bei der "weiß auf schwarz"-Gruppe bereits positivere Veränderungen an den Augen. Weitere Untersuchungen sollen den Zusammenhang mit Kurzsichtigkeit genauer erläutern.

AUTOR


Michael Leitner


ERSTELLUNGSDATUM


19.07.2018

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