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Langes Leben: Gene spielen keine Rolle

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Bestimmte Faktoren, wie z.B. sportlich aktiv zu sein können das Leben verlängern. (Pixabay.com)

Möglichst lange, aber bis ins hohe Alter fit und gesund zu leben ist ein Menschheitstraum. Manche dürfen ihn leben.

Forscher der Stanford University gingen der Frage nach, welche Faktoren zu extremer Langlebigkeit führen. Sie stießen auf erstaunliche Menschen: Ein Kinderarzt behandelte noch im Alter von 103 junge Patienten. Heute leben 70 Menschen weltweit, die über 110 Jahre alt sind. Bisher gingen Forscher davon aus, dass eine Kombination aus guten Genen und gesundem Lebensstil zu extremer Langlebigkeit führt. Obwohl gesunde Ernährung und Bewegung die Lebensdauer verlängern kann, lebte die Gruppe der untersuchten sehr alten Menschen nicht anders als die Durchschnittsbevölkerung. Auch genetisch unterschieden sie sich nur unwesentlich, doch viele von ihnen beteiligten sich aktiv am Leben, statt sich im Alter zurückzuziehen.

Gene von 13 Frauen erforscht

Um die Studienergebnisse vergleichbar zu halten und Unterschiede aufgrund der Herkunft oder des Geschlechts auszuschließen, analysierten die Wissenschafter die Gene von 13 über 100-Jährigen Frauen. Besonderes Augenmerk legten sie auf Gene, die Veränderungen der Proteine (Eiweiße) im Körper bewirken können. Die Forscher fanden dabei ein Gen, das eventuell mit der Langlebigkeit zusammenhängen könnte, halten es jedoch für statistisch nicht relevant für die Langlebigkeit. Scheinbar unterschieden sich die alten Frauen genetisch hinsichtlich der Proteinverarbeitung nur unwesentlich von der restlichen Bevölkerung. Vorangegangene Zwillingsstudien belegten, dass die Lebenserwartung etwa zu 20 - 30 % genetisch bedingt ist.

Lebensstilfaktoren

Folgende Faktoren können generell lebensverlängernd wirken:

  • Nicht Rauchen

  • Moderater Alkoholkonsum

  • Übergewicht vermeiden

  • Sportlich aktiv sein

  • Aktives Sozialleben bis in hohe Alter

  • Gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Obst, wenig Fleisch und Zucker

 

Doch als die Wissenschafter der Stanford Universität die Lebensgewohnheiten der 13 alten Frauen untersuchten, stellten sie fest, dass sie sich nicht unbedingt an die Lebensstil-Empfehlungen hielten. Möglicherweise gibt es also noch andere Faktoren, die im seltenen Fall der extrem hohen Lebenserwartung relevant sind. Da viele der alten Menschen sozial gut integriert waren und sich aktiv am Leben beteiligten, könnte dies das Geheimnis für ihre Langlebigkeit sein.

AUTOR


Magdalena Eitenberger, MA
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


14.11.2014

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