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Ist Kurzsichtigkeit eine Bildungskrankheit?

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Sind Brillenträger mit mehr Intelligenz gesegnet? (Pixabay.com)

Je länger jemand die Schulbank gedrückt hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit an Kurzsichtigkeit zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Mainzer Uniklinik.

Häufiges Lesen, Bildschirm-Arbeit sowie Tageslichtmangel, Faktoren die in Zusammenhang mit einer höheren Schulbildung stehen, sollen laut den Forschern in direktem Zusammenhang mit der Entstehung von Kurzsichtigkeit stehen. Die Hälfte der untersuchten Akademiker ist auf eine Sehhilfe - Brillen oder Kontaktlinsen - angewiesen. Nur jeder 4. Proband mit niedrigerer Bildung benötigt eine Sehhilfe.

Gestiegene "Naharbeit" als Ursache

Die beteiligten Wissenschafter merken an, dass die Anzahl der Kurzsichtigen in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen ist. In Industrienationen ist mehr als jeder 3. kurzsichtig, in manchen asiatischen Städten sind sogar beinahe 90 % auf eine Brille oder Kontaktlinsen angewiesen. Diese Ergebnisse stehen im Zusammenhang mit veränderten Arbeitsweisen.

 

Naharbeit - im Speziellen die Tätigkeit vor dem Computer - hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, dadurch entwickelt sich neben Kurzsichtigkeit auch häufig ein Trockenes Auge (Sicca Syndrom).

Kurzsichtigkeit: Es liegt nicht an den Genen

Die neuen Erkenntnisse widersprechen damit der weitläufigen Annahme, die Genetik sei die Hauptursache für Kurzsichtigkeit. Der rasante Anstieg von Seehilfen spricht - den Forschern nach - eindeutig für veränderte Sehbedingungen als  Auslöser, da genetische Veränderungen einen größeren Zeitraum in Anspruch nehmen würden.

AUTOR


Alexander Petz
REDAKTIONELLE BEARBEITUNG


Elisabeth Mondl


ERSTELLUNGSDATUM


10.09.2014

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